Vorehelich
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Vorehelich empfangen ist ein eheliches Kind, wenn es früher als 7 Monate nach der Heirat der Eltern geboren wird.
Diese an und für sich genealogisch bedeutungslose, aber für die Sittengeschichte und Demografie interessante Feststellung, war für die Pfarrer früher manchmal Anlass, nachträglich das Wort „Jungfrau“ im Traubuch zu streichen. Waren die Schwängerung bzw. der voreheliche Geschlechtsverkehr bereits bei der Trauung bekannt, so fand die Hochzeit in der Regel "in der Stille" "ohne Sang und Klang" statt.
Die Personalangaben bei solchen Trauungen sind oft lakonisch. In manchen Orten fehlen dann die Namen der Väter von Braut und Bräutigam fast regelmäßig (siehe auch Toter Punkt).