Diskussion:Wag the Dog
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Spielt der Krieg nicht in einem fiktiven Staat und nicht in Albanien ? Ich bin mir nicht mehr ganz sicher. Musicsciencer Beware of the dog... In den Zeugenstand... 17:53, 23. Aug 2006 (CEST)
- Nein, er spielt definitiv in Albanien, habe den Film vor kurzem erst wieder gesehen. Das Land wurde ausgewählt weil (im Film) niemand etwas über Albanien weiß. Grüße, --Frank11NR 12:42, 1. Sep 2006 (CEST)
- Und schließlich ist Jim Belushi Albaner ;-) -- 16:29, 2. Sep 2006 (CEST)
[Bearbeiten] Zum Titel "Wag the dog"
Der Titel und der Scherz mit dem Hund ist keinesfalls unklar. Es gibt zwei durchaus stimmige Möglichkeiten. So wie es eben das eigentliche Tier, der Hund, ist, der mit der Nebensache, dem Schwanz, wedelt, so gibt es normalerweise eine Realität (bzw. es sollte sie geben), die sich in den Medien spiegelt. Die Satire des Films besteht darin, dass dieses Verhältnis umgedreht wird. Gewisse Medien verselbstständigen sich - so wie der Schwanz - und machen mit dem Hund, was sie wollen. Sie spiegeln der Öffentlichkeit Dinge vor, die gar nicht passieren (Ziel ist keinesfalls, die USA in einen faktischen Krieg zu führen; es soll nur das Medienspektakel eines Krieges inszeniert werden, um die Medienaufmerksamkeit vom Sexskandal des Präsidenten abzulenken). Die zweite Interpretationsmöglichkeit ist, dass eigentlich ein Präsident dem Spindoktor sagen muss, wie er seine Politik verkauft haben möchte. Der Witz des Films ist, dass der Präsident praktisch überhaupt nicht auftaucht, nichts sagt und auch nichts entscheidet. Seine festangestellten Mitarbeiter sind mittelmäßig und komplett überfordert. Ein zwielichtiger PR-Mann hingegen, der im Verlauf des Films immer wieder gefragt wird, WAS er eigentlich genau für den Präsidenten tut, stellt die Weichen im Hintergrund. Er beauftragt eine dekadente, unpolitische Clique von Hollywood-Juppies mit der Durchführung der Patriotismus-Show... ---- es lebe die Demokratie!
[Bearbeiten] Hintergrund?
Die Veröffentlichung des Films in Deutschland, deren Zeitpunkt nach Bekanntwerden der Lewinsky-Affaire lag, hat verschiedenste Kommentatoren bewogen, den Film als Polit-Satire zu werten. Dem neutralen Standpunkt einer Enzyklopädie angemessen wäre die unverfälschte Darstellung des Inhalts. Der Film nutzt eine ehrenrührige Anschuldigung – keinen Skandal – als Aufhänger, um einen Produzenten und sein Netzwerk vorzuführen. Die Handlung beschäftigt sich mit dem realitätsfernen Kreativteam, das umso mehr zur Hochform aufläuft, je erfolgreicher die Umsetzung seiner absurden Ideen ausfällt. Wer es vermag, sich von vermeintlichen aktuellen Bezügen und Verschwörungstheorien nicht beeinflussen zu lassen, entdeckt eine Satire auf die Medien, die Marketing statt Berichterstattung betreiben. Besondere Beachtung finden dabei die Abläufe in der Filmindustrie, so wird die Entstehung des "Drehbuchs" für die künstliche Realität als willkürliche Verkettung wilder Gedankensprünge dargestellt oder die Affinität zur Digitalmontage ad absurdum geführt, indem eine Chips-Tüte als "Double" für eine Katze dient – stetige, kleine Seitenhiebe von Barry Levinson auf die eigene Branche, die im Finale gipfeln, wenn Dustin Hoffman trotzig seinen Ruhm einfordert, Robert de Niro aber das zu seinem Markenzeichen gewordene "Nein" dagegenhält und es meisterlich vermag sich über das eigene Klischee lustig zu machen.
- Dem neutralen Standpunkt einer Enzyklopädie angemessen wäre die unverfälschte Darstellung des Inhalts.
- Der Inhalt wird eigentlich ganz gut widergegeben. Und du sagst selbst, dass der Film eine Satire auf Medien ist - im Artikel steht auf Medien und Politik, was imho auch stimmt. Wo also liegt dein Kritikpunkt? --Enyavar 21:49, 5. Feb. 2007 (CET)