Wasseraufnahmekoeffizient
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Der Wasseraufnahmekoeffizient (kurz w-Wert) gibt an wieviel Wasser ein Stoff innerhalb einer bestimmten Zeit aufnimmt.
[Bearbeiten] Messung
Ein Stoff mit der Grundfläche A wird in Wasser eingetaucht. Der Stoff wird in bestimmten Zeitabständen gewogen und man erhält damit jeweils die Masse des aufgesaugten Wassers in Abhängigkeit von der zeit t.
Durch die dabei gewonnenen Werte, Masse m, die Zeit (t, in Abhängigkeit der Wurzel) und die Grundfläche (A) lässt sich der Wasseraufnahmekoeffizient (w) mit folgender Formel ermitteln:
Trägt man die Masse m in ein Koordinatensystem ein, wobei man die Wurzelzeit in der x-Achse angibt, ergibt sich eine Gerade, aus deren Steigung der Wasseraufnahmekoeffizient w ermittelt werden kann.
[Bearbeiten] Verwendung in der Baustofftechnik
Der Wasseraufnahmekoeffizient wird in der Baustofftechnik häufig genutzt, da Wasserschäden mit die aufwändigsten Sanierungen nach sich ziehen, verursacht durch beispielsweise durch Durchfeuchtungen, Frostschäden oder Schimmel- und Algenbefall.
Das in der DIN 52617 festgelegte Prüfverfahren legt vier Einteilungen der Wasseraufnahmefähigkeit fest:
- saugend (w > 2)
- wasserhemmend (w < 2)
- wasserabweisend (w < 0,5)
- wasserundurchlässig (w < 0,001)
[Bearbeiten] Beispiele einiger Baustoffe
- Vollziegel - Wasseraufnahmekoeffizient 20 bis 30
- Zementputz - Wasseraufnahmekoeffizient 2 bis 3
- Kunststoffdispersion - Wasseraufnahmekoeffizient 0,05 bis 0,2