Wattestäbchen
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Ein Wattestäbchen (auch Q-Tip genannt) ist ein etwa sieben Zentimeter langes Stäbchen, dessen eines oder beide Enden mit Watte umwickelt sind.
1926 wurden die Wattestäbchen unter dem Namen „Q-tips“ vertrieben, die von Leo Gerstenzang erfunden wurden. Das „Q“ steht für „Qualität“ und „tips“ für die Enden aus Kunststoff- oder Baumwollwatte (engl. tip, „Spitze, Ende“). Dieser Name hat sich nach Art eines Begriffsmonopols eingebürgert.
Die Stäbchen sind meist aus weißem oder farbigen Kunststoff oder Papier und seltener aus Holz gefertigt. Die Watte ist oft aus Kunststoff, manchmal aus Baumwolle. Wattestäbchen werden für die Schönheits- und Säuglingspflege oder zum Schminken, etwa für den Lidschatten eingesetzt. Außerdem eignen sie sich zur Entnahme von Speicheltest, etwa zur Bestimmung des genetischen Fingerabdrucks bei DNA-Reihenuntersuchungen.
Trotz entsprechender Warnhinweise werden Wattestäbchen nach wie vor von vielen Menschen zur Reinigung der Gehörgänge eingesetzt. Dabei wird das Stäbchen in das Ohr eingeführt, um das Ohrenschmalz zu entfernen. Hierdurch wird das Schmalz jedoch nur tiefer in das Ohr gedrückt und verhärtet zu einem Ohrschmalzpfropfen, der unter Umständen Druck auf das Trommelfell ausübt und zu Schwerhörigkeit führen kann. Zudem können Hautabschürfungen durch das Stäbchen zu Entzündungen führen.
Vor allem zwei Gründe sind es, die Menschen dazu verleiten, die Gehörgänge mit Wattestäbchen zu reinigen. Zum einen wird der Ohrenschmalz von vielen als Verunreinigung der Ohren interpretiert, zum anderen bewirkt das „Herumstochern“ in den Ohren ein angenehmes Gefühl, da entsprechende Nervenendungen stimuliert werden. Die richtige Reinigung der Ohren sollte durch Ausspülen mithilfe von lauwarmen Wasser, etwa unter der Dusche, erfolgen. Dabei sollte jedoch keine Seife oder Shampoo in den Gehörgang gelangen. Bei übermäßiger Ohrenschmalzproduktion empfiehlt es sich, die Ohren regelmäßig von einem HNO-Arzt entsprechend reinigen zu lassen.
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