Weichspüler
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Weichspüler sind Waschhilfsmittel, die eingesetzt werden, um den als Trockenstarre bezeichneten Effekt zu unterbinden. Des Weiteren werden der Wäsche meist Duftstoffe und optische Aufheller zugefügt. Ein Nebeneffekt ist die Reduktion elektrostatischer Aufladung von Synthetikfasern. Weichspüler werden der Wäsche im letzten Spülgang der Maschinenwäsche zugesetzt. In manchen Produkten befinden sich unter anderem auch Cyclodextrine. Diese neutralisieren bzw. „isolieren“ schlechte Gerüche.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Wirkungsweise
Weichspüler sollen dem Effekt entgegenwirken, dass sich die Wäsche nach dem Waschen in der Maschine und anschließendem Trocknen in unbewegter Luft hart anfühlt (Trockenstarre). So dringen kationische Tenside in die Faser ein und verbinden sich mit deren negativen Ladungen. Damit wird der Versteifung entgegengewirkt. Der Kraftaufwand beim Bügeln verringert sich und der Tragekomfort wird erhöht.
[Bearbeiten] Umweltverträglichkeit
Die heute eingesetzten kationischen Esterquats werden aus Tier- und Pflanzenfetten hergestellt und sind leichter abbaubar als das noch Anfang der neunziger Jahre verwendete Distearyldimethylammoniumchlorid (DSDMAC). Das Umweltbundesamt weist jedoch darauf hin, dass "schädliche Effekte auf Wasserorganismen nur dann ausgeschlossen werden können, wenn eine biologische Abwasserreinigung garantiert und das direkte Eindringen ins Gewässer ausgeschlossen ist". Biologisch unbedenklich sind Waschnüsse. Auch eine Spur Essig oder Zitronensäure ins Spülwasser ist möglich.
[Bearbeiten] Nachteile
Weichspüler können durch ihre chemische Struktur eine wasserabweisende Wirkung haben, die sich jedoch durch die Wahl der Chemikalien vermeiden lässt. Inhaltsstoffe wie Duftstoffe und Lösemittel können allergische Reaktionen hervorrufen.
Bei Funktionskleidung aus synthetischen Fasern, wie sie besonders im Sport häufig eingesetzt werden, können Weichspüler die Oberfläche der Kleidung verschließen. Der Abtransport von Schweiß des Körpers nach außen ist dadurch nicht mehr gewährleistet.
[Bearbeiten] Sonstiges
Weichspüler können ebenfalls helfen, eine zu hohe Schaumbildung in der Waschmaschine aufzulösen. Dieser entsteht meist durch Überdosierung von Waschmittel. Wird darauhfin etwas Weichspülmittel in das Waschmittelfach geschüttet (evtl. mit etwas Wasser oder in Wasser aufgelöst), bindet sich der Schaum innerhalb kürzester Zeit.