Ekaterine Geladse
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Ekaterine (Keke) Geladse (georgisch ეკატერინე (კეკე) გელაძე); * 1858 in Gambareuli, Georgien; † 13. Mai 1937 in Tiflis) war die Mutter Josef Stalins. Sie arbeitete bis ins hohe Alter als Hausmädchen, Wäscherin und Näherin.
[Bearbeiten] Leben
Geladse wurde als Tochter des ossetischen Leibeigenen Glach Geladse geboren. Sie hatte zwei Brüder. Die Familie wurde 1861 aus der Leibeigenschaft entlassen, zog nach Gori, blieb jedoch arm. Der Vater starb früh und die Brüder übernahmen den Broterwerb. Die Mutter kümmerte sich darum, dass sie Lesen und Schreiben lernte.
Im Mai 1874 heiratete sie den acht Jahre älteren Schuhmacher Bessarion Dschughaschwili. Mit ihm hatte sie drei Kinder: Micheil (* 1876), Giorgi (* 1877) und Iosseb (* 1878). Die beiden Erstgeborenen verstarben kurz nach der Geburt. Nur der Drittgeborene überlebte. Das Familienleben war von Gewalt geprägt. Dschughaschwili war ein streitsüchtiger Alkoholiker, der sein Geld in Schnaps anlegte, Frau und Sohn regelmäßig verprügelte. 1888 verließ Dschughaschwili Geladse, ohne sich scheiden zu lassen.
Um den Lebensunterhalt für sich und ihr Kind zu finanzieren, arbeitete Geladse bereits in ihrer Ehezeit als Hausmädchen, Wäscherin und Näherin für wohlhabende Familien. In dieser Zeit soll sie angeblich auch außereheliche Beziehungen gehabt haben, was von traditionellen Georgiern als Prostitution betrachtet wurde.
Geladse bemühte sich, aus ihrem Sohn einen georgisch-orthodoxen Priester zu machen, meldete ihn 1888 auf der kirchlichen Schule in Gori an. 1894 motivierte sie ihn, mit einem Stipendium auf das Theologische Seminar nach Tiflis zu wechseln. Seit dieser Zeit stand sie mit ihm in losem Briefkontakt. Er sandte ihr Fotos, Geld und Medizin.
Nach der sowjetischen Invasion Georgiens 1921 quartierte er sie im Palast des früheren russischen Vizekönigs, dem heutigen Jugendpalast, am Rustawelis Gamsiri in Tiflis ein, wo sie einen Raum bewohnte. Georgiens GPU-Chef Lawrenti Beria stellte ihr nach 1927 mehrere Leibwächter. Besuche des Sohnes gab es nur selten. Das letzte Treffen fand 1935 in Tiflis statt, als seine Mutter gesundheitlich schwer angeschlagen war.
Nach ihrem Tod wurde Geladse auf dem Pantheon am Berg Mtazminda in Tiflis beigesetzt. Stalin nahm an dem Begräbnis nicht teil, schickte nur einen Kranz.
[Bearbeiten] Literatur
- Ronald Grigor Suny: Beyond Psychohistory: The Young Stalin in Georgia. In: Slavic Review. Jg. 50, Nr. 1 (Frühjahr 1991), S. 48-58
[Bearbeiten] Weblinks
- Edvard Radzinsky: Stalin: The First In-Depth Biography Based on Explosive New Documents from Russia's Secret Archives, 1996 (en)
- Joseph Iremaschwili: Stalin und die Tragödie Georgiens, 1932
- Donald Rayfield: Stalin und seine Henker, 2003
- Grab Ekaterine Geladses auf dem Pantheon in Tiflis
Personendaten | |
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NAME | Geladse, Jekaterina |
ALTERNATIVNAMEN | ეკატერინე გელაძე (georgisch) |
KURZBESCHREIBUNG | Mutter Stalins |
GEBURTSDATUM | 1858 |
GEBURTSORT | Gori, Georgien |
STERBEDATUM | 13. Mai 1937 |
STERBEORT | Georgien |