Flammenionisationsdetektor
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Der Flammenionisationsdetektor - kurz FID - ist ein Detektor für organische Verbindungen (=Kohlenwasserstoffe), der überwiegend in Verbindung mit Gaschromatographen (GC) eingesetzt wird. Weitere Einsatzgebiete des FID sind die Abwasserüberwachung auf flüchtige KW-haltige Substanzen (mit vorgelagertem Stripping) sowie die Raum- und Aussenluftüberwachung auf Kohlenwasserstoffe.
Funktionsprinzip ist die Messung der Leitfähigkeit einer Knallgasflamme (Brenngas ist Wasserstoff) zwischen zwei Elektroden. Zu analysierende Substanzen werden mit einem Trägergasstrom in die Flamme transportiert und dort thermisch ionisiert. Die bei der Ionisierung freiwerdenen Elektronen werden aufgefangen (über ein Gitter das um die Flamme angebracht ist) und durch einen angeschlossenen Schreiber oder ein Datensystem als Peak aufgezeichnet.
Der FID ist der in der Gaschromatographie am meisten verwendete Detektor, da er Robustheit mit hoher Empfindlichkeit verbindet. Ein FID ist bis zu 1000x empfindlicher als der Wärmeleitfähigkeitsdetektor. Zudem ist das Detektorsignal über einen weiten Konzentrationsbereich linear proportional zur Menge des Analyten (genauer zu dessen C-Gehalt). Deshalb kann die Konzentration eines Kohlenwasserstoffs aus dem Signal ohne Kalibrierung abgeschätzt werden, so dass der Detektor gut zur Quantifizierung verwendet werden kann.
Einige organische Substanzen (z.B. Ameisensäure, Acetaldehyd) weisen allerdings eine schlechte Detektorresponse auf. Substanzen, die wenig oder gar nicht ansprechen, sind:
- Edelgase, H2 , N2 , Stickstoffoxide, CO, CCl4 oder andere halogenierte Verbindungen, Silicium-Halogene , CO2 , H2O , CS2 , NH3 , O2
Detektor | WLD | ECD | FID | NPD | MS |
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Nachweisgrenze | 1µg | 1pg | 1ng | 10pg | bis zu 1fg |
Die Nachweisgrenze ist neben der Dosiermenge auch von der zu analysierenden Substanz abhängig.
Verwandte Geräte: Photoionisationsdetektor (PID), N-FID (Stickstoffselektiver FID), AFID (Alkali-FID)