Paul Lafargue
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Paul Lafargue (* 15. Januar 1842 in Santiago de Cuba, † 26. November 1911 in Draveil) war Sozialist und Ehemann von Karl Marx' Tochter Laura.
1851 emigrierte seine Familie nach Frankreich. Von Marx erhielt er seine politische Schulung. Nach dem Fall der Pariser Kommune musste die Familie bis zur Amnestie von 1882 ins Exil nach Spanien und England gehen. Alle drei Kinder des Paares starben in diesen Jahren. 1882 gründete er zusammen mit Jules Guesde den Parti ouvrier, die erste marxistische Partei Frankreichs. 1911 beging das Ehepaar nach einem Opernbesuch Selbstmord. 15000 Menschen begleiteten den Trauerzug zum Friedhof Père Lachaise.
Lafargue verfasste Artikel für Zeitungen und Zeitschriften. In seinem berühmtesten Text Das Recht auf Faulheit von 1883 kritisiert er den Arbeitskult, diskutiert den Begriff der Arbeit und die Folgen der Überproduktion. Eduard Bernstein würdigte den Sozialisten als "geistig bedeutendsten Führer des Sozialismus in Frankreich".
[Bearbeiten] Weblinks
- Literatur von und über Paul Lafargue im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Das Recht auf Faulheit
- Der unterschätzte Schwiegersohn von Franz Schandl
Personendaten | |
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NAME | Lafargue, Paul |
KURZBESCHREIBUNG | Sozialist und ein Schwiegersohn von Karl Marx |
GEBURTSDATUM | 1842 |
STERBEDATUM | 1911 |