Ur-III-Zeit
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Der Begriff Ur-III-Zeit, auch 3. Dynastie von Ur, bezeichnet den letzten Abschnitt der sumerischen Geschichte.
Die Ur-III-Zeit ist die Zeit der neusumerischen dritten Dynastie der alten sumerischen Stadt Ur. Ur-Nammu hatte die Dynastie begründet. Zum ersten und auch zum letzten mal wurde ein Großteil des eigentlich stadtstaatlich geprägten Sumers für längere Zeit unter einer sumerischen Oberherrschaft vereint. Da sich die Herrscher auf die altsumerischen Traditionen bezogen, nennt man die Zeit auch sumerische Renaissance. Im Inneren kennzeichneten sie Zentralisierung und Bürokratisierung, auch eine Reform des Rechts. Im Äußeren prägten Auseinandersetzungen mit den Elamitern und Gutäern aus dem iranischen Hochland im Norden und den nomadischen Völkern an den Grenzen zu Sumer die Zeit. So unterlag das sumerische Reich von Ur einer Koalition aus Elamitern und nomadischen Aramäern unter dem früheren General des letzten Königs von Ur Ibbi-Sin, Ischbi-Erras.
[Bearbeiten] Chronologie
Da es verschiedene Ansätze der Chronologie gibt, sind mehrere Zeitmodelle in der Diskussion. So setzt man die Ur-III-Zeit zum Beispiel 2050 bis 1950 v.Chr. an, in neuerer Literatur eher 2112 bis 2004 v. Chr.
Siehe auch Liste der Großkönige der 3. Dynastie von Ur