Waldläufer
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Als Waldläufer (von mittelhochdeutsch walt, unbebautes Land), bezeichnet man:
- im kanadischen Wilden Westen Personen, die vom Pelzhandel mit den Indianern lebten, wobei viele von ihnen auch bei den Indianern lebten; sie waren hauptsächlich französischstämmig, der Name ist abgeleitet vom französischen Coureurs des bois;
- in Rollenspielen eine fiktive Charakterklasse – gemeint ist ein Mensch oder Elf, der ein Nomade ist (keinen festen Wohnort hat) und eine generelle hohe Affinität zu Fußmärschen und Natur im Allgemeinen aufweist;
- ein Mitglied der Jugendorganisation Deutsche Waldjugend;
- eine Waffe, genauer einen Drilling, der unten zwei Schrotläufe nebeneinander hat und darüber in der Mitte einen kleinkalibrigen Lauf besitzt, der für Raubwild und Fuchs geeignet ist (man bezeichnet diesen Waldläufer auch als Schienendrilling);
- „Der Waldläufer“ (Le coureur du bois) ist der Titel eines Romanes von Gabriel Ferry, den Karl May später bearbeitete.
Dagegen bezeichnet man die einen Waldlauf absolvierende Person als Jogger oder Dauerläufer.
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