Oimotrieb
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Der Àrtikl is im Dialekt „Reichahòllarisch“ gschriem worn. | ![]() |
Unta Oimotrieb (hochdeitsch: Almabtrieb) vasteht ma im Oipnraum den Vorgang, bei dem 's Weidevieh vo da Oim ins Toi triemm werd.
Im Rahma vo da Oimwirtschaft werd 's Viech nemli im Summa auf de hoch glengna Weidn triemm, im Winta derfn de Herdn dafia im warma Stoi im Toi druntn steh. Da Zeitpunkt vum Oimotrieb richt se noch da Wittarung. Wann im Herbscht auf da Heh koa Gros mehr wachst, oda a gscheide Kejtn daherkimmt, dann iss so weit.
Wann da Summa guad war und es weda bei de Menschn no bei de Viecha zu schlimme Unfäll kemma is, wern de Viecha traditionell mit aufwendige Gsteck aus bunte Bleamen oda Papier gschmickt. Traditionelle Bschtandteile vu dem Kopfschmuck han Oimarausch, Latschn, Suibadistln und seidane Bleamen. In manche Regiona wern olle Kia aso "aufkranzt", andastwo griagt de Kranzkua, wo an da Spitzn vo da Herdn lafft, an greßtn Kopfputz in da Form vora Krona. Ois Symbol werd oft a Kreiz neigflochtn, oda Spiegal und Gleckal, de de besn Geista vajong soin. Do dro siagt ma schee de heiffige Vabindung zwischn heidnischm und christlichm Brauchtum.
Friaras war da Oimotrieb a Olass wo tanzt und musiziert worn is - heitzdog is es eha a Touristnattraktion, wo regionale Spezialitätn vamarkt wern und vui Aikohol fliasst.
Nochm Oimotrieb foigt bei ra Gmoaschaftsoim no da Viehscheid. Dodabei wern de Viecha vo de Senna wieda an eanane Eingtüma vateilt.
As Gengteil vom Oimotrieb is da Oimauftrieb, des is dann im Friasumma um Pfingstn rum.