Årø
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Årø oder Aarö ist eine dänische Insel im Kleinen Belt. Sie ist durch den 750 m breiten Aarösund vom Festland getrennt, 4 km lang, 3 km breit und hat 180 Einwohner (Stand 1. Januar 2006).
[Bearbeiten] Geschichte
Im Mittelalter kam die kleine Insel in den Besitz des Bischofs von Schleswig. Eingepfarrt waren die Bewohner allerdings nach Oesby. Nach der Aufhebung des katholischen Bistums Schleswig nach 1540 wurden die bischöflichen Besitzungen zum weltlichen Amt Schwabstedt zusammengefasst. Da die übrigen Teile desselben weit im Herzogtum Schleswig verstreut lagen, war es schwierig zu verwalten. Doch erst 1702 wurde es aufgehoben, und Aarö wurde wieder der Verwaltung und Jurisdiktion des AMtes Hadersleben und der Haderslebener Harde unterstellt, denen auch der Rest der Gemeinde Oesby unterstand. Da über Hadersleben und den Fährhafen Aarösung gegenüber der Insel und hinüber nach Assens eine Hauptpostverbindung verlief, war Aarö relativ gut angeschlossen. Der deutsch-dänische Krieg 1864 führte zur Abtretung der Herzogtümer Schleswig, Holstein und Lauenburg von der dänischen Monarchie. 1867 wurden diese endgültig zu einer preußischen Provinz. Aarö gehörte dem neu geschaffenen Kreis Hadersleben als eigenständige Landgemeinde an. 1905 erhielt man sogar eine eigene kleine Kirche, die allerdings ein Annex zu Oesby blieb. Der Fährhafen Aarösund auf der anderen Seite des Sundes erhielt um 1900 Anschluss an die Haderslebener Kreisbahn. Aarö wurde zunehmend uach touristisch interessant. 1920 wurde Nordschleswig ein Teil des Königreichs Dänemark. Oesby wurde eine einheitliche Gemeinde. 1970 wurde diese Teil der Kommune Hadersleben. DIe Insel lebt vor allem vom Tourismus, die östliche Halbinsel Aarö Kalv ist ein wichtiges Naturschutzgebiet. Inzwischen gibt es Pläne, die Fährverbindung durch eine Pontonbrücke zu ersetzen.
Årø ist leicht zu verwechseln mit der dänischen Insel Ærø.
[Bearbeiten] Weblinks
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Wikisource: Aarö – Artikel der 4. Auflage von Meyers Konversations-Lexikon |
Koordinaten: 55° 15′ 45" n. Br., 9° 44′ 51" ö. L.