Adolf Wüllner
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Adolf Wüllner (* 13. Juni 1835 in Düsseldorf; † 6. Oktober 1908) war ein deutscher Physiker.
Wüllner studierte in Bonn, München und Berlin Physik und habilitierte sich 1858 in Marburg. Im Herbst 1862 übernahm er die Direktion der Provinzialgewerbeschule in Aachen und wurde mit der Planung und den Vorarbeiten für die in Aachen zu gründende Polytechnische Schule (die spätere RWTH Aachen) beauftragt.
Im Herbst 1865 wurde er zum Dozenten der Physik an der landwirtschaftlichen Akademie zu Poppelsdorf berufen und lehrte gleichzeitig an der Universität Bonn. Im Januar 1867 wurde er dort zum außerordentlichen Professor ernannt. 1869 wurde Wüllner Professor der Physik an der Aachener Polytechnischen Schule, die später als Technische Hochschule bezeichnet wurde.
Als Physiker war Wüllner hauptsächlich in der Experimentalphysik tätig und beschäftigte sich mit der Dampfspannung der Dämpfe von Salzlösungen und von Flüssigkeitsgemischen. Des Weiteren arbeitete er über spezifische Wärme der allotropen Modifikationen verschiedener Feststoffe sowie der Flüssigkeiten und Gase nach der Dichte der gesättigten Dämpfe. Auch auf den Gebieten der Elektrizitätslehre und Optik war er tätig.
In Aachen wurde die Straße nach ihm benannt, die das Hauptgebäude der RWTH Aachen mit dem Audimax der Hochschule verbindet.
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Personendaten | |
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NAME | Wüllner, Adolf |
KURZBESCHREIBUNG | deutscher Physiker |
GEBURTSDATUM | 13. Juni 1835 |
GEBURTSORT | Düsseldorf |
STERBEDATUM | 1908 |