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Balto-slawische Hypothese - Wikipedia

Balto-slawische Hypothese

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Die balto-slawische Hypothese nimmt an, dass es nach der Ausgliederung aus dem Proto-Indogermanischen eine einheitliche balto-slawische Protosprache gegeben habe.

Heute gehen viele Sprachwissenschafter eher von einer protobaltischen Isoglossengemeinschaft aus. Aus einem kleinen Teil davon bildeten sich die Slawen heraus, die das Urslawische sprachen.

Im Rahmen der einheitlichen indoeuropäischen Sprache entwickelten sich Baltisch, Germanisch und Slawisch gemeinsam oder in engster Nähe. In dieser Periode ist es noch nicht sinnvoll, von Baltisch, Germanisch oder Slawisch zu sprechen, es handelte sich einfach um indogermanische Dialekte, aus denen sich später die nunmehrigen baltischen, germanischen und slawischen Sprachen entwickelten.

Heftig umstritten ist die Meinung einiger Sprachwissenschafter, die baltischen und slawischen Dialekte hätten sich nach der Abspaltung des Urgermanischen eine Zeit lang gemeinsam im Rahmen einer Spracheinheit entwickelt. Dieses Problem ist kaum lösbar, weil beide Sprachfamilien eng verwandt sind. Erschwerend kommt hinzu, dass die baltisch und slawisch besiedelten Gebiete über Jahrtausende unmittelbar nebeneinander lagen, wodurch die Sprachen einander beeinflussten (bis hin zur vollständigen Akkulturierung, s. die Dniepr-Balten). Sichtbar ist dabei wegen der relativ späten Verschriftlichung der baltischen Sprachen nur die neueste Entwicklung der letzten Jahrhunderte.

Verwirrend an der Diskussion ist zudem, dass das Modell bzw. dessen Abstraktionsgrad nicht einheitlich verwendet wird, ohne dies explizit zu erwähnen. Wenn das Indogermanische als einheitliche Ursprache rekonstruiert wird, so darf man einen solchen Schritt auch für die spätere Einzelzweige tätigen. Da Einigkeit herrscht bezüglich einer Gruppe aus der sich später das Baltische, Germanische und Slawische entwickelte. Für diese Gruppe ist entsprechend eine Ursprache anzusetzen. Wenn man dann die Existenz der Baltisch-Slawischen Ursprache verneint, gleicht das der Behauptung, dass sich entweder das Urbaltische, Urslawische und Urgermanische gleichzeitig voneinander getrennt haben oder aber zunächst das Urbaltische bzw. Urslawische sich von der Gruppe gelöst hätte. Keine dieser Thesen wird vertreten. Die Diskussion liegt daher darin begründet, dass ein einfaches Stammbaummodell für die Frühphase des Indogermanischen akzeptiert wird, während man die spätere Entwicklung, zu der mehr Fakten bekannt sind, durch ein detaillierteres Modell beschreiben möchte, unter Berücksichtigung von Sprachkontakten und neueren Erkenntnissen zur Ethnogenese.

Als erster äußerte sich zum balto-slawischen Verhältnis (aus linguistischer Sicht) der Prager Sprachwissenschafter August Schleicher. Er vertrat die Meinung einer langen balto-slawischen Spracheinheit nach der Abspaltung der germanischen Dialekte. Eine konträre Meinung vertrat z.B. Antoine Meillet. Zwischen diesen beiden Extremen liegt die Ansicht Rozwadoswkis, die besagten IE Dialekte hätte sich zwar in der frühen Phase der Ausgliederung auseinanderentwickelt, später aber wieder angenähert, worauf die unübersehbare Ähnlichkeit beider Sprachfamilien zurückzuführen wäre - ohne von einer baltisch-slawischen Spracheinheit zu sprechen. Mit einer salomonischen Lösung kam Janis Endzelins, der von einer baltisch-slawischen Epoche spricht, jedoch nicht von Beginn weg. Wenn man die zum Teil sehr unterschiedlichen Meinungen zusammenfasst, kann man von einer urbaltischen Isoglossengemeinschaft ausgehen (so formulieren es übrigens auch Toporov, Ivanov und Mažiulis), wobei sich aus einem peripheren Dialekt dieser sprachlichen Einheit das Urslawische herausbildete und ab einem gewissen Zeitpunkt selbständig entwickelte. Dabei handelt es sich aber nur um eine terminologische Frage, ob man diese Isoglossengemeinschaft urbaltisch, balto-slawisch oder urslawisch nennen möchte. Die Argumentation für urbaltisch stützt sich darauf, dass die baltischen Sprachen als konservativer angesehen werden, sich also weniger von dem früheren Stadium entfernt haben als die innovativeren Slawinen.

Es ist beispielsweise keine Einwirkung der finno-ugrischen Sprachen auf die slawischen Sprachen erkennbar. Hingegen werden z.B. die sekundären Kasus im Baltischen auf finno-ugrischen Einfluss zurückgeführt. Andererseits gibt es im Slawischen Einsprengsel aus den Sprachen der IE Steppenvölker. Trotzdem weisen Baltisch und Slawisch Züge auf, die in anderen IE Sprachen nicht vorkommen.

Es ist anzunehmen, dass die Vorfahren der Balten und Slawen in den Jahrtausenden nach der Auswanderung aus der IE Urheimat in weiten Teilen nicht nur Ost- und Nordosteuropas siedelten. Einige Hypothesen beziehen den Balkan ein und gehen von (ur-)baltischem Ursprung von Dakern, Moesen, Geten und Thrakern aus. Die Urslawen, falls es sie in dieser Zeit überhaupt als einen eigenständigen Stamm gab, müssen auf einem sehr kleinen Gebiet gelebt haben. Die explosionsartige Verbreitung der Slawen in den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung wirft viele Fragen auf. Spätestens ab diesem Zeitpunkt sind die Slawen ganz eindeutig als eine eigenständige Sprachgemeinschaft zu erkennen. Sie besiedelten weite Teile Europas, mancherorts haben sie sich aber allmählich akkulturiert und sind in anderen Stämmen aufgegangen. In der Urheimat der indoeuropäischen Stämme, aus denen sich später Balten und Germanen entwickelten, herrschten noch bis zum 10. Jahrhundert die Balten vor, bevor sie von den Slawen abgelöst und assimiliert wurden (man vergleiche zB das relativ schnelle Verschwinden der etwas geheimnisvollen Dniepr-Balten).

Der Streit um die balto-slawische Hypothese ist nicht nur wissenschaftlich zu begründen, sondern durch politische Prozesse beeinflusst. So wie die enge Verwandtschaft der baltischen und slawischen Sprachen der Inkorporation in die russisch dominierte Sowjetunion förderlich war, unterstrich die Eigenständigkeit der baltischen Sprachen den Drang zur nationalen Unabhängigkeit. Andererseits ließ sich aus russischer Sicht die Erforschung einer kleinen, exotischen Sprache wie des Litauischen dann besser begründen, wenn dies für die Erforschung des Russischen wichtig ist. Baltistik in Sowjetrussland war hauptsächlich am Institut für Slawistik angesiedelt.

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