Carlos Seixas
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José Antonio Carlos de Seixas (* 11. Juni 1704 in Coimbra; † 25. August 1742 in Lissabon) war ein portugiesischer Komponist und Cembalist.
Sohn des Organisten der Dreifaltigkeitskirche Coimbra, Francisco Vaz. Nach dem Tod des Vaters übernahm Seixas im Alter von 14 Jahren zunächst diesen Posten. Ab 1720 lebte Seixas in Lissabon, zunächst als Organist, dann als Vizekapellmeister der Königlichen Kapelle. Kapellmeister war in dieser Zeit Domenico Scarlatti, dem Seixas nach dessen Weggang im gleichen Amt nachfolgte. Er bekleidete es bis zu seinem Tod 1742.
Seixas verfasste ein umfangreiches Oeuvre für Cembalo; überliefert ist die Komposition von etwa 700 Sonaten für dieses Instrument, von denen wegen des Erdbebens von Lissabon (1755) nur 105 erhalten sind.
Die schwierige Quellenlage gilt auch für seine geistlichen Kompositionen und Orchesterwerke. Erhalten ist unter anderem ein Konzert für Cembalo und Orchester, eines der frühesten seiner Gattung in Europa, eine dreisätzige Sinfonie h-moll im italienischen Stil sowie eine französische Ouvertüre.
Die Sonaten von Seixas sind am Vorbild Domenico Scarlatti orientiert, besitzen jedoch eine durchaus eigenständige, sehr kantable Tonsprache von teils beträchtlicher harmonischer Kühnheit.
Personendaten | |
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NAME | Seixas, Carlos |
KURZBESCHREIBUNG | portugiesischer Komponist und Cembalist |
GEBURTSDATUM | 11. Juni 1704 |
GEBURTSORT | Coimbra |
STERBEDATUM | 25. August 1742 |
STERBEORT | Lissabon |