Château Dauzac
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Château Dauzac ist ein französisches Weingut in der Appellation Margaux, auf der Halbinsel Médoc. Das 120 Hektar große Gut (davon sind ca. 45 ha mit Weinreben bestockt) erhielt 1855 im Rahmen der Bordeauxwein-Klassifikation den Rang eines 5ième Grand Cru.
Die ersten Rebflächen wurden schon im 12. Jahrhundert durch Angehörige des Klosters von Sainte-Croix de Bordeaux angelegt; das eigentliche Weingut wird jedoch erst ab 1740 mit Graf Thomas Michel Lynch sowie dessen Sohn J.B. Lynch gegründet. Deren Familie, die ursprünglich aus Irland stammt, führt das Weingut in eine erste Blüte . Im Jahr 1855 wird es in den Stand eines 5ten Gewächses in Bordeaux erhoben.
Das Weingut steht gegen Ende des 19. Jahrhundert erneut im Rampenlicht, als hier die Bordeauxbrühe unter den Impulsen des technischen Direktors, Ernest David, erfolgreich getetstet wird. Diese Brühe war seinerzeit das einzig wirksame Mittel gegen Mehltau, einer Pilzkrankheit, die den gesamten Rebenbestand Bordeauxs bedrohte.
1988 wird das Weingut von der Mutuelle d'Assurances des Instituteurs de France (kurz MAIF), einer Versicherung, aufgekauft.
Das Weingut Château Dauzac wird derzeit von André Lurton als technischem Direktor geleitet.
Die Rebflächen in Margaux sind zu 58 Prozent mit der Rebsorte Cabernet Sauvignon, zu 37 Prozent Merlot und 5 Prozent Cabernet Franc bestockt. Nach der Vergärung in temperaturgeregelten Edelstahltanks reift der Wein mindestens 12 Monate in Barriques, die je nach Jahrgang zu 50 bis 80 Prozent erneuert werden. Jährlich werden ca. 120.000 Flaschen vermarktet. Als externen Önologen konnte man Pascal RIBEREAU-GAYON engagieren.
Der Zweitwein heißt La Bastide Dauzac. Außerdem wird noch eine dritte Produktlinie unter dem Namen Château Labarde in den Weinkellern von Dauzac ausgebaut.