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Collie - Wikipedia

Collie

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Collie
Collie Langhaar
Collie Langhaar
Collie Kurzhaar
Collie Kurzhaar
FCI - Standard Nr.156 und 296
Patronat Großbritannien
Klassifikation FCI
  • Gruppe 1: Hütehunde und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde)
  • Sektion 1: Schäferhunde
Rassenamen laut FCI
  • Collie Rough (156) (Langhaariger Schottischer Schäferhund)
  • Collie Smooth (296) (Kurzhaariger Schottischer Schäferhund)
Widerristhöhe Rüde 56-61cm, Hündin 51-56cm
Gewicht zwischen 25 und 30 kg
Liste der Hunderassen

Unter Collie führt der FCI (Nr.156 und 296, Gr.1, Sek.1) zwei anerkannte britische Hunderassen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Herkunft und Geschichtliches

Der Schottische Schäferhund existiert schon seit dem 13. Jahrhundert in England und wurde bis ins 18. Jahrhundert zum Schafehüten verwendet. Mitte des 19. Jahrhunderts (1840 Gründung des "Collie Club"s) wurde er u. a. Stammvater des Australischen Cattle Dog. Eine Legende besagt das man in dem Collie um ihn ein edleres Aussehen zu verleihen, u. a. Barsois und sogar Setter einkreuzte. Dem Barsoi hat er somit seine lange Schnauze zu verdanken. Allerdings ist diese Legende eher unglaubwürdig, da sowohl Barsoi als auch Setter "Vollblutjäger" also Jagdhunde sind und wohl nicht nur Kopfform und Fellfarbe vererbt hätten sondern auch den Jagdtrieb, der beim Collie jedoch nicht sonderlich vorhanden ist. Eine andere Legende erzählt jedoch dass Queen Victoria von Hannover dem letzten russischen Zaren Nicolaus II zu seinen russischen Windhunden auch Collies schenkte und dieser fortan beide Rassen züchtete. So entstand wohl der Barsoi durch Kreuzung von Collie und russischem Windhund, was das edle Temperament des Barsois entsprechen würde, der sehr wohl die Jagd mag, aber vor allen Dingen ein sehr aktiver Läufer ist und insgesamt auch in der typischen Fellzeichnung eines Collies vorkommt. Auf jeden Fall forcierte man den schmaleren Kopf, sodass das Colliegesicht eher dem Barsoi glich. Durch den extrem schmalen Kopf wurde ihm eine mindere Intelligenz zugesprochen. Dieses Extrem hat sich mit der Zeit zum Glück wieder nivelliert. Nachdem Königin Victoria ihn als Gefährten wählte, und spätestens mit Lassie aus der gleichnamigen Fernsehserie, stieg er zu einer der beliebtesten Haushunderassen auf. Seinen Namen verdankt er einer englischen Schafsrasse.

[Bearbeiten] Beschreibung

Der Collie wird heute in zwei Varianten gezüchtet. Der Britische Collie ist ein eleganter bis 61 cm großer und bis 25 kg schwerer Begleithund und ein etwas gemischtes Ober- bzw. Unterfell wodurch das Fell mehr aufplüscht. Er gilt auch heute noch als vornehmer, um nicht zu sagen adliger Luxushund. Der amerikanische Typ ist 61-66 cm groß und wird bis zu 30 kg schwer, hat eine etwas längere Nase wodurch der Kopf schmaler wirkt, und ein deutlich unterscheidbares glattes Ober- und Unterfell. Er ist insgesamt ein wenig ursprünglicher. Des Weiteren kommen hier auch mehr Farbschläge zum tragen. Beide Typen sind jedoch ausgezeichnete Wächter für Tierherden, wie Schafe und ein guter Spielkamerad für Kinder. Dieser geschmeidige und aktive Hund hat dichtes Fell, das Deckhaar ist lang und mit einem seidig weichem pelzigem Unterhaar unterlegt.

[Bearbeiten] Farbschläge

Den Collie gibt es weltweit in drei Farbschlägen: zobel-weiß(sable-white), tricolor (überwiegend schwarz-weiß mit tan) und blue-merle. Die sable-Variante variiert zwischen einem hellen Goldton und einem tiefdunklen Mahagoni, deshalb spricht man auch vom dark-sable. Seit der Collie ein "Rassehund ist" gibt es die schwarz-weiße Varietät (wie beim Border-Collie) nicht mehr.

Eine Sonderform ist der Weiße Collie, der bei der ursprünglichen Rassebeschreibung einfach "vergessen" wurde, also FCI-rein nicht gezüchtet wird. Der weiße Collie hat den typisch gezeichneten Colliekopf mit rotem, schwarzem, blue-merle oder sable-merle Kopf und wird erst hinter der typischen Halskrause überwiegend weiß. Flecken sind dabei durchaus möglich. Auch von Queen Viktoria ist bekannt, dass sie weiße Collies gehalten hat. Der weiße Collie wird bisher nur in Amerika, Kanada, den Niederlanden und Belgien von der FCI anerkannt, aber es gibt ihn durchaus auch in Deutschland. Der Club für Amerikanische Collies e.V. hat den amerikanischen Zuchtstandard übernommen und züchtet hier in Deutschland Collies im Amerikanischen Typ in insgesamt 8 anerkannten Farbvarianten, auch in Weiß.

Der Blue Merle ist ein graumelierter Collie. Er ist ein Tricolor-Collie mit einer Aufhellung, die durch das Merle-Gen bewirkt wird. Das Merle-Gen darf nur von einem Elterntier vererbt werden, da es sonst zu sogenannten "Weißtigern" kommt, die überwiegend weiß sind, ohne farbigen Kopf und keinesfalls mit dem Colour-Head-White (CHW) Collie zu verwechseln sind. Bei dieser Verpaarung können schwerste Schädigungen an Augen und im Innenohr auftreten (Taubheit und Blindheit) Da das Merle-Gen in zobelfarbenen Collies im erwachsenen Zustand häufig nicht mehr erkennbar ist, besteht bei "Sable-Merle"-Collies immer die Gefahr, dass versehentlich 2 Elterntiere mit Merle-Gen verpaart werden, was wiederum zu Weißtigern führt. Deshalb ist die "Sable-Merle"-Farbe im Club für Britische Hütehunde (VDH) verboten. Bei ehrlicher Angabe dieser Farbe in den Papieren besteht dieses Problem natürlich nicht. Natürlich ist da die Sachkenntnis der Züchter gefragt.

[Bearbeiten] Rassespezifische Erkrankungen

Seit Anfang der 80er Jahre ist bekannt, dass Collies auf bestimmte Medikamente empfindlich reagieren und sogar an ihnen sterben können. In Anlehnung an eines der für den Collie möglicherweise tödlichen Medikamente wurde damals der Begriff „Ivermectin-empfindlicher Collie" geprägt. Beschrieben wurden Reaktionen von Bewegungsstörungen, Erbrechen und Koma bis hin zum Tod einzelner Tiere. Dabei fiel aber auch auf, dass andere Tiere der selben Rasse keinerlei Beeinträchtigungen zeigten. Im äußeren Erscheinungsbild konnten keine Unterschiede zwischen gefährdeten und ungefährdeten Tieren festgestellt werden. Intensive Forschungen der letzten 20 Jahre und vor allem die moderne Biotechnologie brachten den Beweis, dass der MDR1-Defekt Ursache dieser Empfindlichkeit und Ivermectin nur ein gefährlicher Wirkstoff von vielen ist. Auch für andere Hunde oder Menschen harmlose Mittel, wie Durchfallmittel, Antibiotika oder Herzmittel, können, je nach Wirkstoff, die beschriebenen Nebenwirkungen hervorrufen. Von allen Hunderassen, bei denen dieser Defekt auftaucht, sind die Collies am stärksten betroffen: 76 % besitzen mindestens ein defektes Gen. Das ergab eine Studie der Uni Gießen[1], die auch einen Bluttest auf den Defekt anbietet.

Collies zeigen darüber hinaus ein gehäuftes Auftreten der Dermatomyositis, einer genetisch bedingten Haut-Muskel-Erkankung bei Junghunden.

[Bearbeiten] Smooth Collie

Der Kurzhaarige Collie (engl. Smooth), hat hartes, dichtes und kurzes Haar und ähnelt auf den ersten Blick einem Laufhund oder Windhund. Der FCI führt ihn als eigene Rasse unter der Nummer 296. Er ist in der Öffentlichkeit sehr selten anzutreffen. Da er nie Modehund war dürfte es um seine Gesundheit besser bestellt sein, jenseits aller "Modetorheiten".

[Bearbeiten] Amerikanischer Collie

Eine Variante des Rough ist der Amerikanische Collie. Er entspricht in seinem Äußeren mehr dem "Lassie-Typ". Er ist bis zu 66 cm hoch und schwerer als der britische Collie. Er hat weniger Unterfell, ein kräftiges Fundament, eine etwas andere Gesichtsform und mandelförmige, etwas größere Augen. In Deutschland wird der Amerikanische Collie in 8 Farbvarianten unter anderem im Club für Amerikanische Collies e.V. gezüchtet.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Quellen

  1. Vetmed - Uni Giessen

[Bearbeiten] Weblinks

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