Echaz
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Die Echaz ist ein rechter Nebenfluss des Neckars.
Ihre Quelle befindet sich nördlich des Ortsteils Honau der Gemeinde Lichtenstein unterhalb vom Schloss Lichtenstein auf 577 m ü. NN. Sie hat ein Einzugsgebiet von etwa 90 km² und schüttet im Mittel etwa 680 Liter pro Sekunde.
Schon früh wurde dort Fischzucht betrieben. So hat etwa die urkundliche Ersterwähnung von Honau mit Fischereirechten zu tun. Auch heute noch ist Honau weithin für seine Gaststätten mit Forellenspezialitäten bekannt.
Die Echaz fließt weiter durch den Ortsteil Unterhausen, die Städte Pfullingen und Reutlingen. Schon im Mittelalter siedelten sich dort Handwerksbetriebe, ab dem 19. Jahrhundert auch Industriebetriebe, an ihren Ufern an. Unterhalb von Wannweil verlässt der Fluss den Landkreis Reutlingen, um bei Kirchentellinsfurt in den Neckar zu münden. Dies geschieht auf 306 m ü. NN, sodass der Fluss auf 23 km Länge 271 m Gefälle aufweist.
Die Kraft des Echazwassers wird auch heute noch zur Stromerzeugung genutzt, teils mit historischen Anlagen wie der Baumannschen Mühle in Pfullingen mit Strom für bis zu 40 Haushalte, teilweise sogar mit modernen, neugebauten Anlagen wie am Reutlinger ZOB (Strom für 30 Haushalte). In Pfullingen waren im 19. Jahrhundert bis zu 34 Wasserantriebe im Einsatz, in Reutlingen 27.
In Pfullingen wurde 2005 der WasserErlebnisPfad Echaz eingerichtet und in Reutlingen gibt es schon seit einigen Jahren den Echaz-Uferpfad, die sich beide mit Ökologie und Geologie des Flusses beschäftigen. In Betzingen lohnt sich ein Blick auf das Schneckenpflaster im Echazbett beim neuen Schulhaus.