Islisbergtunnel
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Der Islisbergtunnel ist das bedeutendste Teilstück der zukünftigen Autobahn A4 südwestlich von Zürich in der Schweiz und führt nach seiner Inbetriebnahme im Jahr 2010 von der Autobahnverzweigung Zürich-West bei Birmensdorf in südwestlicher Richtung bis zum Jonentobel nordwestlich von Affoltern am Albis im Knonauer Amt; dabei wird das Dorf Islisberg unterquert. Der Tunnel wird vor allem den Ort Hedingen vom starken Durchgangsverkehr entlasten.
Der Vortrieb für den Islisbergtunnel geschieht grösstenteils unter Verwendung einer Tunnelbohrmaschine (TBM) mit einem Bohrschilddurchmesser von 11,86 m. Im Bereich des Voreinschnitts Nord (Nordportal) wird ein Teilstück im Tagbau erstellt, 100 m der Oströhre und 60 m der Weströhre. Im Sommer 2005 wurde der Vortrieb für die Weströhre beendet und jener in der Oströhre in Angriff genommen. Die Oströhre wurde Mitte Juli 2006 durchstossen womit die Ausbruchsarbeiten grösstenteils beendet sind.
[Bearbeiten] Zahlen und Fakten
- Fertigstellung: Ende 2007
- Inbetriebnahme: 2010
- Kosten: 523 Mio. CHF
- Ausbruchvolumen: 1,145 Mio. m³
- Länge: Weströhre: 4'680 m / Oströhre: 4'645 m
- Fahrzeuge pro Tag: (in Bau)
[Bearbeiten] Situation
Der Tunnel besteht aus zwei richtungsgetrennten Röhren im Abstand von 25 m ab Tunnelmitte. Jede Röhre weist zwei Spuren ohne Pannenstreifen auf. Querverbindungen alle 300 m dienen als Fluchtwege in die jeweils andere Röhre, weshalb auf einen Sicherheitsstollen verzichtet werden kann. Jede dritte Querverbindung ist zudem befahrbar. Die Röhren weisen ein Gefälle von 2,6 % in Richtung Südwesten auf.