Johannes Baptist von Kiene
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Johannes Baptist (von) Kiene, auch: Johann Baptist Kiene, (* 22. Januar 1852 in Langenargen; † 24. Juli 1919 in Wangen im Allgäu) war ein deutscher Jurist und Politiker (Zentrum).
[Bearbeiten] Leben
Johannes Kiene studierte Rechtswissenschaften an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen. Er wurde hier Mitglied der katholischen Studentenverbindung A.V. Guestfalia Tübingen im CV. Nach verschiedenen Stationen als Richter kam er 1891 nach Ravensburg und wurde 1899 Präsident des Landgerichts von Württemberg in Stuttgart.
Dr. jur. utr. Johannes von Kiene gründete am 11. Juli 1894 zusammen mit Rudolf Probst (1817-1899; Direktor einer Lebensversicherung), Adolf Grober (Amtsrichter) sowie den Brüdern Alfred und Viktor Rembold (Rechtsanwälte), den Württembergischen Landesverband der Deutsche Zentrumspartei. Kiene war später mit Eugen Graf und Josef Beyerle die führenden Vertreter einer katholischen Politik.
Johannes von Kiene war in der ersten Regierung des Freien Volksstaats Württemberg Justizminister vom 11. November 1918 bis 7. März 1919 unter Ministerpräsident Wilhelm Blos. Auch in der zweiten Amtszeit (8. März 1919 bis Juni 1920) des SPD-Ministerpräsidenten Wilhelm Blos war Johannes von Kiene als württembergischer Justizminister vertreten. Nach seinem überraschenden Tod am 24. Juli 1919 wurde der 38-jährige Amtsrichter Dr. Eugen Bolz sein Nachfolger.
Für seine Verdienste wurde er 1901 vom König Wilhelm II. von Württemberg in den persönlichen Adelsstand erhoben. Kiene war verheiratet mit Anna Schneider. Aus der Ehe gingen fünf Kinder hervor, darunter Marie Kiene (1889-1979), einer später bekannten Kinderpädagogin.
[Bearbeiten] Literatur
- Andreas Fuchs: "Zum 75. Todestag von Dr. Johannes Baptist von Kiene" (Zeitungsartikel), Langenargen, 1994.
[Bearbeiten] Weblinks
Personendaten | |
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NAME | Kiene, Johannes von |
ALTERNATIVNAMEN | Kiene, Johann Baptist |
KURZBESCHREIBUNG | deutscher Jurist und Politiker |
GEBURTSDATUM | 22. Januar 1852 |
GEBURTSORT | Langenargen |
STERBEDATUM | 24. Juli 1919 |
STERBEORT | Wangen im Allgäu |