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Diskussion:Keynesianismus - Wikipedia

Diskussion:Keynesianismus

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

{{Lückenhaft}} Fehlt: Literaturbelege zum Neokeynesianismus; beide Theorien könnten ausführlicher dargelegt werden. -- Dingo 137.193.16.104 23:23, 8. Aug 2004 (CEST)

Dieser Artikel redet viel über Keynesianismus, aber wenig vom Keynesianismus. "Die Kernaussage besteht darin, dass die Wirtschaftsentwicklung sich nach der Konsum-Nachfrage richtet" ist schon zu Allererst kompletter Unsinn. Hier redet einer über etwas, was er nicht kennt.

Keynes zentrales Anliegen war es nachzuweisen, dass es ein marktwirtschaftliches Gleichge- wicht mit Unterbeschäftigung geben kann. Man sucht in dem Artikel vergeblich etwas von diesem Unterbeschäftigungsgleichgewicht . Ein Indiz dafür, dass hier jemand irgendwo etwas abgeschrieben hat? Wahrscheinlich von einem neoliberal motiviertem Autor?

{{Lückenhaft}} es fehlt eine Darstellung des Keynesianismus; der Artikel ist nichts anderes als eine Aufzählung der üblichen Vorurteile Tawn 23:23, 17. Jan 2005 (CET)


Ernst Dorfner


Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Über Keynes hinaus: Spending & Collecting

geschrieben von Ernst Dorfner

Oder: Lehre aus dem Taxos-Vorschlag: Der Staat muss nicht den Mehrwert mit seinen Schulden versilbern

1. Eine Renaissance von Keynes?

In einem Gespräch mit „freitag“ vom 10.12 2004 meint der den Deutschen Gewerkschaften zugeneigte "Wirtschaftsweise" Peter Bofinger: „.... Während die Vereinigten Staaten ein hohes Leistungsbilanzdefizit aufweisen, haben wir einen sehr hohen Leistungsbilanzüberschuss. Wenn hier immer gesagt wird, jeder Säugling kommt mit 18.500 Euro Schulden zur Welt, wird unterschlagen, dass dem der gleiche Betrag an Staatsanleihen gegenübersteht. Dieses "wir müssen sparen" artet zum Kult aus, und alle orientieren sich an der wenig durchdachten "Geiz-ist-geil-Mentalität". Die Staatsverschuldung darf man zwar nicht aus den Augen verlieren, doch viel wichtiger ist, was in Sach- und Humankapital investiert wird. Die zukünftige Generation lebt davon, wie unsere Infrastruktur ausgestattet ist und was sie in den Köpfen hat.“

Zum ersten Satz: Der hohe Leistungsbilanzüberschuss drückt sich in Euros aus. Stellt man jedoch gegenüber, was in Osteuropa bis Asien an Arbeitsstunden nach Deutschland exportiert werden muss, damit eine deutsche Arbeitsstunde importiert werden kann, dann schaut die Sache wohl ganz anders aus. So werden mit jeder in dem Export von hochwertigen Investitionsgütern enthaltenen Arbeitsstunde mindestens vier in Konsumartikeln enthaltene Arbeitsstunden importiert, was zur Überschwemmung unserer Kaufhäuser mit Konsumgütern – gerade auch Markenware -- aus dem Import führt und heimischen Betrieben und heimischen Arbeitskräften in diesem Bereich kaum mehr ein Chance gibt. Dieses reale, in Arbeitsstunden gemessene Leistungsbilanzdefizit ist so mit Ursache für die Krise des Sozialstaates.

Aber, so die Frage, muss dies nicht als Paradoxie gesehen werden? Ist es denn nicht schon immer das egoistische Bestreben jedes Menschen, andere für sich arbeiten zu lassen? Also müsste in Deutschland doch schon längst das Recht auf Faulheit ausgerufen sein. Warum aber haben die Deutschen dann so große soziale Probleme?

Zum zweiten Satz: Dass dieser aus dem Mund eines der Gewerkschaft nahestehenden Ökonomen kommt, ist mehr als verwunderlich. Oder ist das vielleicht provozierend zu verstehen? In dem Sinn: „Warum schreit ihr, ihr Geldvermögensbesitzer, die ihr doch davon den Profit habt? Warum opponiert ihr Vermögenden gegen die weitere Verschuldung des Staates? Niemand nimmt euch damit etwas weg. Im Gegenteil!“

Nein, doch nicht provozierend! Besondere Aufmerksamkeit verdienen nämlich die beiden nächsten Sätze. Bofinger stellt hier gleichsam in einer Bilanz dem Vermögen in Form von neugeschaffenen Sach- und Humankapital auf der Aktivseite die Staatsschulden auf der Passivseite gegenüber. Kann das aber so gesehen werden? Klar ist vorerst einmal, dass die Schulden aus den aufgenommenen Krediten den Staat belasten. Aber ist der Staat auch der Eigentümer des aktivseitigen Vermögens? Oder anders gefragt: Ist das überhaupt Vermögen, was da fiktiv auf der Aktivseite „verbucht“ wird?

Beim Titel „Humankapital“ wird dies schnell sichtbar. Der Eigentümer von Humankapital kann doch immer nur der einzelne Mensch sein, der ein bestimmtes Wissen in seinem Kopf und Fähigkeiten in Händen hat. So lange aber dieser Mensch nicht im Eigentum des Staates ist, kann auch Humankapital für den Staat kein Vermögen darstellen. Denn als Vermögen im Sinne der Finanzbuchhaltung kann etwas nur sein, das als Eigentum veräußerbar ist. So wie Karl Eugen von Württenberg noch seine Untertanen als Söldner an die Briten im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg verkauft hatte. Heute muss aber auch der Staat – so wie jeder Private - dieses Humankapital erst per Vertrag mit seinem Eigentümer erwerben. Und was ist mit dem Sachkapital? Dieses mag formal im Eigentum des Staates sein, aber stellt es deshalb auch schon Vermögen dar? Vermögen im oben beschriebenen Sinn der Veräußerbarkeit. Und zwar zu einem Preis, der die gegenüberstehenden Schulden in etwa zu tilgen vermag. Dies gelingt nur dort, wo diese „Vermögensgegenstände“, die einem kollektiven Konsum üblicherweise frei zugänglich sind, kapitalistisch be- und verwertet werden können. Womit der Staat selbst zum kapitalistischen Unternehmen wird, das dem Fremdkapital auf der Passivseite sein Vermögen auf der Aktivseite gegenüber stellt, dessen informelle Eigentümer aber die Gläubiger des Staates sind.

Wo dies aber nicht gelingt, zeigt sich, dass die Beweggründe der Schuldenaufnahme durch den Staat ja andere sind. Es geht nicht um Geld, das kollektiv in kollektives Sachvermögen des Staates gesteckt, sondern um Geld, mit dem die Bedienung der Schulden der privaten Unternehmen zu Lasten des Staates und letztlich der sozialen Transfereinkommen alimentiert wird. Und zwar dann, wenn die laufende Investitions- und Verschuldungsbereitschaft der Wirtschaft selbst nicht mehr ausreicht, genügend Volkseinkommen zu schaffen, um die schon vorhandene Gütermenge zumindest schuldendeckend verkaufen zu können.

Lesen wir bei Bofinger doch weiter: „Die meisten Kommentatoren des Wirtschaftsgeschehens reden aus der Sicht des Einzelhaushaltes einer durchschnittlichen Familie. Kommt diese Familie mit ihrem Finanzbudget nicht zurecht, wird der Haushalt mit einem Sparprogramm wieder ins Lot gebracht. Das ist auch vernünftig. Journalisten und Politiker übertragen eine solche Situation gerne auf den Staat, und damit scheint die Lösung des Problems sehr einfach. So ist es aber nicht, weil der Staat anders funktioniert als ein Einzelhaushalt. Die Einnahmen einer Familie werden unabhängig von den Ausgaben erzielt. Dagegen schlagen die Ausgabenkürzungen des Staates auch auf der Einnahmenseite zu Buche. Den meisten Menschen ist nicht klar, dass der Staat weniger einnimmt, wenn er spart. Deshalb meinen sie, wenn Finanzminister Hans Eichel noch mehr sparen würde, bekäme er auch sein Budget in den Griff. So hören wir es bei der Haushaltsdebatte, fast jeden Sonntag bei Sabine Christiansen und lesen es in den Zeitungen. Dass Eichels Sparkurs Rückwirkungen auf die konjunkturelle Lage und damit auch auf die Einnahmesituation und auch auf die Ausgaben für Arbeitslose hat, das lassen die Leute außen vor. Doch genau hier liegt der fundamentale Unterschied zum privaten Haushalt...“

Wenn Bofinger hier nicht zu Unrecht die Betrachtung des Staates als Haushalt anprangert, so ist er seinerseits wiederum in seiner Betrachtung des Staates auschließlich im Sinne eines marktwirtschaftlichen Unternehmens zu kritisieren.

Ziehen wir eine Grenze, wo diesseits derselben auch noch andere Bereiche des menschlichen Zusammenwirkens existieren, die nicht marktwirtschaftlichen Kriterien unterworfen sind, jenseits derselben aber es nur mehr den Markt gibt: Dann muss es erstaunen, dass Bofinger als eher linker Wirtschaftswissenschaftler seine Intentionen auf Ansichten aufbaut, die jenseits dieser Grenze gegründet sind. Dies zeigt allein schon die Verwendung der Wörter Humankapital und Sachkapital. Womit der Staat als Teil des marktwirtschaftlichen Systems gezeichnet wird, und nicht die Marktwirtschaft als struktureller Teil des Gemeinwesens.

Das wird dann auch schnell deutlich, wenn das betrachtet wird, was Bofinger mit seinen Worten umschreibt. Er plädiert ja damit für eine noch weitere Verschuldung des Staates durch Aufnahme von Bankkrediten. Und meint, angesprochen auf das private Unternehmen neben dem privaten Haushalt: „Aus Sicht des Privathaushaltes sind Schulden etwas Schlechtes. Doch aus Sicht eines Unternehmens sind Schulden gar nicht so schlecht. Es kommt ganz darauf an, was das Unternehmen mit seinen Schulden macht. Nimmt ein Unternehmer zum Bau einer neuen Produktionsanlage einen Kredit auf, um wettbewerbsfähig zu bleiben, wäre es falsch, diese Schulden nicht zu machen. Nimmt er hingegen Geld auf, um sich einen neuen Porsche zu kaufen, hat das Unternehmen höhere Zinslasten. Das ist schlecht, weil das Kapital nicht in die Produktivität investiert wurde.“

Damit aber wird immer noch nicht klar, was der Unterschied ist zwischen der Verschuldung des privaten Haushalts, der des privaten Unternehmens, und der Staates. Irgendwie spielt Bofinger das locker hinweg, wenn er – wie schon erwähnt -- meint: „... Den meisten Menschen ist nicht klar, dass der Staat weniger einnimmt, wenn er spart. Deshalb meinen sie, wenn Finanzminister Hans Eichel noch mehr sparen würde, bekäme er auch sein Budget in den Griff. ... Dass Eichels Sparkurs Rückwirkungen auf die konjunkturelle Lage und damit auch auf die Einnahmesituation und auch auf die Ausgaben für Arbeitslose hat, das lassen die Leute außen vor...“

Es ist schon richtig, dass der Staat auch mehr einnimmt, wenn er mehr ausgibt. Die Frage ist jedoch, ob er mehr einnimmt, als er mehr ausgegeben hat. Ob also der Saldo von Einnahmen und Ausgaben ein positiver oder eine negativer ist. Hier aber müsste Bofinger bekennen, dass dieser Saldo bisher stets negativ gewesen ist. Darum kratzt Bofinger in letzter Konsequenz auch die Kurve, wenn er auf die Frage: „Wer investiert, braucht Märkte, also zahlungsfähige Kunden. Sie haben kürzlich gesagt, es wäre sinnvoll, die Löhne und Gehälter um real drei Prozent zu erhöhen. Im Moment ist niemand zu sehen, der eine solche Forderung durchsetzen könnte.“. so antwortet: Wenn Unternehmen stolz darauf sind, dass sie einige Nullrunden gefahren haben oder die Arbeitszeit verlängert wurde, was ja auch eine Form der Lohnsenkung ist, dann ist das genau so, als wenn ein Bauer stolz darauf ist, dass er seiner Kuh weniger Futter gibt und sich dann über die schlechte Milchleistung wundert. Das ist kein Gedanke von mir. "Wer meine Auffassung kennt, weiß, dass zu dieser Konzeption als wesentliches Element eine freizügige Lohnentwicklung gehört", sagte Ludwig Erhard, und er sagte auch, der offene Widerstand der Arbeitgeber gegen Lohnerhöhungen passe nicht in das System der Marktwirtschaft. Es reicht eben nicht aus, nur Gewinne zu machen. Das gesamte System muss organisch wachsen. Und wenn Unternehmen mit ihren Gewinnen nur Aktionäre bedienen und Kredite abbezahlen, haben weder der Staat noch der Arbeitnehmer etwas davon.“

Es ist schon richtig, dass die Unternehmer insgesamt heute in der Produktion ein Mehr ausgeben müssen, um mit diesen Einkommen dann die heute schon fertigen Produkte mit Preisen verkaufen zu können, mit denen sie ihre Kredite samt Zinsen bedienen und Gewinne einfahren können. Ob dies allerdings so läuft, wie Bofinger sich das vorstellt, darf aus mehrfachen Gründen bezweifelt werden. Es können ja nur die höhere Lohneinkommen bekommen, die einen Arbeitplatz haben; ob die nun aber so viel mehr konsumieren, dass hier Anreize für neue Arbeitplätze am heimischen Markt entstehen; und wenn sie mehr konsumieren: von welchen Arbeitsplätzen wo auch immer dann das Mehr kommt. Dies alles bleibt sehr fraglich. Und ist sicher nicht geeignet, das Vertrauen der Unternehmen in die zukünftigen Erwartungen positiv zu beeinflussen. Und zwar in einem Ausmaß, dass diese von sich aus wieder mehr zu investieren beginnen.

Bofinger kritisert die gegenwärtigen Reformen als Stückwerk, offeriert aber selbst auch nur solches: „Aber unser Problem besteht auch darin, dass sich der Staat über Sozialabgaben finanziert, und zwar in einem Maße, wie das kein anderer Staat tut. Diese Fehlernährung hat ihren Grund in der Finanzierung der Einheit über Sozialabgaben. Richtiger wäre es gewesen, die Einheit über Steuern zu finanzieren.“

2. Keynes, Retter des Kapitalismus

Damit findet auch er nicht aus dem selbstgebauten Labyrinth der Schulwissenschaft hinaus. Er tritt zu kurz, wenn auch er die Meinung vertritt, dass mit der Finanzierung über die Sozialabgaben gewissermaßen die Unternehmen bei der Finanzierung des Staates außen vorbei gelassen würden. Sie müssen ja nicht nur für ihre „eigenen“ Einkommenssteuern aufkommen, sondern müssen ja nahezu alle Steuern und Abgaben über Kredite vorfinanzieren – von der Lohnsteuer bis zur Mehrwertsteuer und den Sozialabgaben. Dies alles sind dann die Kosten, die sie aber über die Verkaufspreise auch wieder hereinbekommen müssen. Die Crux aber ist, dass dieses nicht sicher ist, sondern nur Hoffnung. Eine gewisse Umschichtung der Steuer- und Abgabelasten weg von der Belastung der menschlichen Arbeit hin etwa auch zu Unternehmenssteuern mag zwar einen allokativen Effekt haben, aber kaum einen konjunkturellen. Dazu sind die Unterschiede in den Arbeitskosten gegenüber den Niedriglohnländern einfach zu groß.

Einen Ausweg aus diesem Dilemma wird auch Bofinger und werden die Gewerkschaften erst dann finden, wenn sie sich von dem Slogan trennen, der ihnen da von den Neoliberalen eingepflanzt wurde: Nämlich: „Nur die Wirtschaft kann Arbeitsplätze schaffen.“

An dieser Vorstellung werden auch sie so lange hängen, wie sie den Widerspruch zwischen dem allein dem Staat als Gemeinwesen zustehenden Zwangszugriff auf fremdes Eigentum zur Bereitstellung kollektiv genutzter Güter und seiner eigenartigen heutigen Ausgestaltung in Form von monetären Steuern und Abgaben nicht sehen. Heute kann der Staat erst dann zum Auftraggeber der Wirtschaft werden, nachdem ihm diese ausreichend Geldmittel über die Steuern zur Verfügung stellt. Diese Zur-Verfügungstellung kann aber nur soweit erfolgen, als das einzelne Unternehmen sich sicher genug fühlt, seine auch dafür aufgenommenen Kreditschulden samt Zinsen auch wieder tilgen zu können.

Damit aber spielt der feine psychologische Unterschied zwischen einen Auftrag erhoffen und einen Auftrag erhalten haben eine sicher nicht unbedeutende Rolle. Genauer gesagt: Einen aus Steuermitteln finanzierten Auftrag seitens des Staates später zu erhoffen oder bereits erhalten zu haben. Es macht einen Unterschied gerade bei den angebotenen Arbeitsplätzen, ob der Baumeister für Private sechs Häuser errichtet und hierfür soviel Steuern zahlen muss, dass damit dann der Staat den Baumeister vielleicht mit den Bau von 4 weiteren Häuser beauftragen könnte, oder ob der der Staat gleich mit den ersten sechs Häusern der Privaten den Baumeister zum Bau vier weiterer „zwingt“ und sich diese als Steuern aneignet. Dieses Beispiel sollte allerdings nur als grobe Denkhilfe gesehen werden. In der Realität müsste der ganze Vorgang verfeinert werde, und zwar dadurch, dass der Baumeister so nicht gezwungen wird, sondern einen Auftrag erhält, der nun aber mit Steuergutschriften bezahlt wird.

Es geht also darum, dass der Staat von sich aus Arbeit und Arbeitplätze schafft - und zwar auch Arbeitsplätze direkt in der Wirtschaft, oder indirekt neben dieser, aber in diese hineinwirkend - durch eine andere Logistik der Erhebung von Steuern und Abgaben. Gewissermaßen mit einem direkten Zugriff aus Waren und Leistungen, und nicht auf Geld. Damit kann mit der gleichen Verschuldung aus Kreditaufnahmen der Wirtschaft ein Mehr an Arbeitsplätzen und ein Mehr an Produkten im Vergleich zu gängigen Logik der Besteuerung finanziert werden. Wir haben damit also ein reales (güterwirtschaftliches) Wachstum, ohne dass sich die Wirtschaft hierfür höher verschulden müsste also ohne monetäres Wachstum. Wir haben damit aber mit der gleichen Verschuldung der Wirtschaft auch ein Mehr an realen Steuererträgen, da ja nun die Gesamtverschuldung allein die Steuerbasis bildet, während bislang diese Gesamtschulden in Steuerbasis und die darauf erhobene Steuern aufgesplittet werden.

Abgewickelt wird diese neue Art der Steuererhebung über Steuergutschriften („Taxos“), mit denen der Staat seine Auftrage an die Wirtschaft bezahlt. Zu der Nachfrage aus Einkommen (Einkommen I), die aus den vorfinanzierten Kosten der Wirtschaft hervorgehen, kommt also nun auch die Nachfrage aus den Steuergutschriften (Einkommen II). Damit können nun aber mit den Einkommen I, die aus den vorfinanzierten Kosten der Wirtschaft hervorgehen, nicht mehr all die damit hergestellten Produkte gekauft werden. Ein Teil von ihnen wird ja vom Staat mit dem Einkommen II direkt oder indirekt angeeignet. Damit aber steigen die Preise über die ursprünglichen Stückkosten, was sie ja auch im herkömmlichen System durch die Besteuerung tun.

Die Steuergutschriften, die Taxos, sind übertragbar und können von jedem Steuerpflichtigen zur Zahlung der Steuern verwendet werden. Damit werden sie auch rasch allgemeines Zahlungsmittel neben dem Geld, das so lange umläuft, bis sie nach der Einhebung durch den Staat zur Begleichung von Steuern – so wie alle Gutschriften – vernichtet werden. Was nichts anderes heißt als: Die (Steuer-) Forderung des Staates wird mit einer Verbindlichkeit des Staates getilgt. Der Saldo ist dann Null.

Dieser Vorschlag unterscheidet sich damit vom bekannten Deficit spending des Staates. Mit diesem wird ja die Gesamtverschuldung der Wirtschaft mit einer Verschuldung des Staates bei den Banken alimentiert. Das heißt: Der Staat nimmt Kredite auf, damit die Wirtschaft damit zusätzlich zu den Einnahmen aus der eigenen neuen Kreditaufnahmen zu Gesamteinnahmen kommt, mit denen die alten Kredite samt Zinsen getilgt werden können. Wenn also mit Keynes’ Politik auch zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden, so geht es letzten Endes darum, dass „Unternehmen mit ihren Gewinnen nur Aktionäre bedienen und Kredite abbezahlen“.

Mit der Änderung der Logistik der Besteuerung bzw. der Einführung Taxos wird die Bedienung der Aktionäre und Abbezahlung der Kredite der Unternehmen nicht alimentiert, ebenso wie sie mit der derzeit verfolgten neoliberalen Wirtschaftspolitik es nicht wird. Deshalb sollten sich die Gewerkschaften darob auch nicht den Kopf zerbrechen. Es ist nicht Aufgabe des Staates, mitzuhelfen, „den Mehrwert zu versilbern“ wie Karl Marx formulierte.

Überhaupt sollte die Gewerkschaft mehr von Marx lernen, dabei aber die über 2000 Seiten des „Kapitals“ ungelesen lassen. Seine Beschreibung des Kapitalismus mit nur fünf (5) Worten wird aber durch keine andere Aussage übertroffen: „Kaufen um teurer zu verkaufen.“ (Kapital I, S. 162) Das ganze Rätsel dreht sich nur darum, wie das möglich ist. Aber wenn man auch keine Antwort weiß: All die pragmatischen Vorschläge der Linken, der Gewerkschaften, von attac, .. basieren darauf, dass dies so weiter geschieht. So soll etwa mit der Tobinsteuer ein Vorgang besteuert werden, in dem es auch um das „Kaufen um teurer zu verkaufen“ geht. Was gekauft und verkauft wird, ist also nur von sekundärer Bedeutung. Ob es etwas ist, das schon da ist – wie ein Bild von Rubens oder Van Gogh – oder etwas ist, dass erst durch heutige Arbeit zustande kommt, ist für die Händler nicht von Interesse. Gut ist letzteres aber für die „Sekundären“: Die Bezieher von Arbeitseinkommen. Darum kommt die Keynes’sche Nachfragepolitik bei den Gewerkschaften auch besser an wie die neoklassische Angebots- bzw. Sparpolitik. Es geht um die Möglichkeit des Mitnaschens.

3. Über Keynes hinaus: Spending&Collecting

Es wäre jedoch nur ein kleiner Schritt, das zu ändern. Das, was weiter oben mit dem Taxos-Vorschlag beschrieben wird, könnte auch mit dem herkömmlichen Deficit spending umgesetzt werden. Der Staat müßte nur ein Mehr an Ausgaben über zusätzliche Verschuldung durch einen relativ gleich hohen Nachtrag auf alle Einkommenssteuern im Folgejahr wieder einziehen. Dann kann damit nicht „der Mehrwert versilbert“ werden, sondern wird der Staat seine zusätzliche Verschuldung rasch wieder tilgen, so dass nur geringe Zinskosten anfallen. Ich nenne dies im Unterschied zum Deficit spending nun „Spending&Collecting“, kurz S&C. Das Collecting stellt dabei nichts anderes dar, als den individuellen Beitrag jedes Einkommensbeziehers bei der Bereitstellung kollektiv genutzter Güter. Wird dieser Beitrag in einem für alle prozentuell gleich hohen Aufschlag auf alle Arten der Einkommenssteuer eingehoben, dann kehrt dieses Geld wieder zu Staat zurück, anstatt bei den Vermögensbesitzern zur Versilberung des Mehrwerts zu dienen: In der Form, dass deren Forderungen Verbindlichkeiten des Staates darstellen.

Die mit dem Spending geschaffenen Güter werden dagegen nun das, was Bofinger ganz am Anfang meint, nämlich Vermögen aller.

Ernst Dorfner, E-mail: taxos.ernstdorfner@tele2.at 13.01.05. ?

[Bearbeiten] "In the long run we are all dead"

In dem Artikel heißt es: Kritiker der keynesianischen Wirtschaftspolitik führen an, dass das Konzept eines Konjunkturanschubs durch kreditfinanzierte Staatsnachfrage auf Dauer zu Inflation führe. Die Theorie der adaptiven Erwartung weist darauf hin, dass insbesondere die Arbeitnehmer irgendwann erkennen, dass ihre gestiegenen Nominallöhne vom Preisanstieg entwertet werden und darum nicht dauerhaft mehr konsumieren wird. Die Volkswirtschaft findet sich nach diesem Modell bei höherem Preisniveau in einem Gleichgewicht bei unverändertem realen Volkseinkommen wieder. Keynes selbst soll, als er auf diese Einwände angesprochen wurde ("In the long run, your theory does not work." - "Auf lange Sicht funktioniert Ihre Theorie nicht."), den legendären Satz gesagt haben: "In the long run, we are all dead!" ("Auf lange Sicht sind wir alle tot.")

Sachlich falsch ist hier, dass er diesen berühmten Satz gesagt haben soll, um dem Einwand zu entgegnen, dass Konjunktursteuerung generell inflationär sei.

Hier liegt meines Erachtens eine Disqualifizierung der keynsschen Theorie zu Grunde, da hier der Gegentheorie eine Aussage von Keynes nebenan gestellt wird, die offensichtlich dazu dient, Keynes lächerlich zu machen.

Der Originaltext von Keynes, und zwar als allgemeine Aussage und nicht als Gegenargument: "Ökonomen machen es sich zu leicht, wenn sie uns in stürmischen Zeiten nicht mehr zu erzählen haben, als dass der Ozean wieder rugig ist, wenn sich der Sturm gelegt hat. Langfristig sind wir alle tot." Tawn 22. Jan. 2005 14:45 (CET)


[Bearbeiten] Gleichgewicht bei Unterbeschäftigung

In dem Artikel heisst es weiterhin: Bereits Evsey D. Domar wies darauf hin, dass im Gleichgewicht bei Unterbeschäftigung, wie es der Keynesianismus vorsieht, zwar die Nachfrage unverändert bleibt.

Keynesianusmus sieht also ein Gleichgewicht bei Unterbeschäftigung vor? Wie bitte?

Keynes sagte, dass es ein Gleichgewicht bei Unterbeschäftigung geben könne, was seine Gegner abstritten.

Der ganze Artikel ist Schrott. Tawn 22. Jan. 2005 14:50 (CET)

[Bearbeiten] Über/Vom Keynesianismus

Ist ja alles ganz nett, aber könnte man das Modell nicht in den Grundzügen vorstellen? Vielleicht mit einem Graphen und Kurvenverschiebungen, um Ursachen und Wirkungen deutlich zu machen? Ich glaub das wäre eigentlich von Interesse, wenn man mal schnell im Netz nach Keynesianismuß sucht und keine Lust hat, sich fünf Bücher aus der Bibliothek auszuleihen!

[Bearbeiten] Kritik

Mich würde von den Herren Kritikern am Artikel interessieren, was genau "Schrott" ist. Ich fand den Artikel als Laie sehr verständlich geschrieben und weniger ideologisch als viele seiner Vorgänger.

Kaffeefan

[Bearbeiten] Was jetzt?

Es heißt im Text:

"Seine Kritiker behaupten, der Keynesianismus habe auch keine Erklärung für die Erholung der Konjunktur nach einer Rezession, obwohl dies Keynes sehr wohl beschrieben hat."

Hat er jetzt oder hat er nicht. Das ist ja eine nachprüfbare Aussage. Wenn der Keynesianismus keine Erklärung hat, muss man das umformulieren, wenn doch, kann man das weglassen.

Es geht hier ja nicht um die Frage, ob diese Erklärung stimmt. Das muss man sicher kontrovers diskutieren. Aber wenn es um eine nachprüfbare Aussage geht wie ob die Theorie diesen Baustein enthält, sollte man eindeutiger formulieren.

Kaffeefan 16:48, 28. Apr 2005 (CEST)


Oben steht dass Keynes nicht für das deficit spending verantwortlich war....

unten stehe dann jedoch unter "Unterschied zu Smith":

Diesen Schwankungen der Konjunktur müsse der Staat mit gezielter Ausgabenpolitik (deficit spending) entgegenwirken. usw

unlogisch meiner Meinung nach!

Den Artikel bitte lesen! Keynes war tatsächlich kein Befürworter des deficit spending, einige Vertreter des Keynesianismus (später) allerdings schon. Keynes war nicht der einzige Vertreter des Keynesianismus. Das steht so auch im Artikel. Hilft Dir das weiter? Grüße --AT 16:49, 12. Apr 2006 (CEST)

[Bearbeiten] Änderung zu Smith

Neue Diskussionen ergeben, dass Angebots- von Nachfragetheorie nicht zu trennen ist, da auch bei Kostensenkung die Nachfrage bestehen bleiben muss um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Dies hat einen negativen Effekt auf der Nachfrageseite zur Folge. Eine Kostensenkung kann also nur erfolgreich sein, wenn die andere Seite bereit ist, ihre Nachfrage aufrecht zu erhalten, obwohl ihre Erträge und ihre Wettbewerbsfähigkeit somit sinken.

Welche neueren Untersuchungen ergeben das? Bekannt ist mir in diesem Zusammenhang nur der Neukeynesianismus, auf den ich daher einen Verweis eingefügt habe. Ansonsten ist die obere Argumentation klassisch keynesianisch (sic!) und somit keine neuere Diskussion. In der Neoklassik taucht die Nachfrageproblematik aufgrund des Sayschen Theorems nicht auf.

Allerdings wundert mich etwas, wessen Wettbewerbsfähigkeit warum sinkt, wenn er die Nachfrage aufrechterhält? Ganz abgesehen ist der Absatz etwas wirr geschrieben. Gemeint ist vielleicht statt Dies hat einen negativen Effekt auf die Nachfrage Die Kostensenkung hat...?

Ich habe den Absatz daher erst mal entfernt. Er hat sicher seine Berechtigung als These des Keynesianismus, aber im Zusammenhang mit einer Synthese aus Monetarismus und Keynesianismus ist er schlicht falsch. Kaffeefan 11:03, 6. Mai 2005 (CEST)

[Bearbeiten] Theorieverkürzung

So heißt es im Artikel: Der Keynesianismus ist eine kurzfristige und nachfrageorientierte Politik, die das Ziel hat, die gesamtwirtschaftliche Nachfrage einer Volkswirtschaft zu stärken und so den Zustand der Vollbeschäftigung zu erreichen.

Das natürlich ist eine ungeheuerliche Verkürzung der Theorie ist, es sein denn man glaubt der Titel der Allgemeinen Theorie heißt nur aus Spaß Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinsen und des Geldes.

Auf jeden Fall: den Keynesianismus beschreibt der Artikel nicht. Der Artikel plagt mich schon eine ganze Zeit, denn die Schwierigkeit den Keynesianismus so zu erklären, dass ihn alle einigermaßen verstehen, ist schon eine Unmöglichkeit, es sei denn man setzt zuviel bei den Lesern voraus. ---Spazzo 00:26, 10. Mai 2005 (CEST)

Das ist ein Lexikon, also ist es sinnvoll, den Artikel einigermaßen zu verkürzen. Ein Artikel, bei dem viele ein bisschen was vestehen ist besser als einer, bei dem alle gar nichts verstehen. Kaffeefan 10:27, 10. Mai 2005 (CEST)
Ich neme erst mal das kurzfristige raus der Brockhaus ist da etwas ausführlicher und erwähnt das mit keinem wort "Der Keynesianismus war von Anfang an praktisch ausgerichtet, da er die theoretische Grundlage für eine staatliche Wirtschaftspolitik liefern wollte"--Dirk33 05:23, 24. Mai 2005 (CEST)

[Bearbeiten] Was soll das?

Warum wird dieser Text gestrichen:

"Die heutigen Vertreter der keynesianischen Auffassung sehen in der Entwicklung der Bundesrepublik, dass die, wie sie es nennen, neoliberalen Konzepte gescheitert seien. Die Empfehlung neoliberaler Ökonomen zyklischer Maßnahmen verstärken die Krise. Anstatt undogmatisch darauf zu reagieren, würden sie empfehlen die Dosis der zyklischen Maßnahmen zu erhöhen.

Chefökonom von Goldman Sachs Jim O Neill schreibt in der ZEIT, Nr: 35/August 2004: Wie schafft Deutschland den Aufschwung? Nur mit einer undogmatischen Wirtschaftspolitik...Deshalb müssen sich die Deutschen so rasch wie möglich von ihrer Exportabhängigkeit befreien und die Binnennachfrage stärken...Wer in Deutschland für mehr Nachfrageorientierung plädiert, bekommt zur Antwort: Keynes ist tot.“


Befragt nach den Perspektiven für Deutschland schrieb der Nobelpreisträger Robert Solow in der „Wirtschaftswoche“ vom 9. September 2004 auf die Frage nach den Perspektiven für Deutschland: „Die deutsche Wirtschaft schwächelt nun schon seit einer Dekade. Wenn ich ein Manager wäre, würde ich meine Produktion auch nicht ausweiten, solange die Märkte nicht erkennbar expandieren. Klar, Makropolitik beherrscht vermutlich niemand perfekt. Aber mir scheint offensichtlich: in Deutschland könnte man sie wesentlich besser machen.“


Hier ist nichts NPOV. Es ist die Auffassung der „keynesianischen Vertreter“. Was sollen die auch anders sagen?

Bitte schön, was stört denn daran wen?

217.254.172.155 17:45, 21. Okt 2005 (CEST)

  1. Der erste Abschnitt ist inhaltlich falsch: Neoliberalismus schließt zyklische Maßnahmen aus, daher kann es auch keine neoliberalen Ökonomen geben, die dies empfehlen, durchaus aber Politiker, die keine Ökonomen sind.
  2. "Neoliberale Konzepte" wurden nie von der Politik tatsächlich komplett umgesetzt. Auch wäre dies kein Argument, dass "keynesianische Konzepte" dadurch richtiger seien. (Gleichnis: Wenn die Wissenschaft keine Antwort hat, wird "Magie" dadurch nicht plötzlich richtig.)
  3. Bei den letzten beiden Abschnitten dieses Textes handelt es sich um Kommentare, nicht um die Erklärung der Theorie, wie dies im Abschnitt vorgesehen ist.
  4. Nach Keynes wären antizyklische Maßnahmen bei konjunkturellen Problemen notwendig, aber nur falls sie aus Rücklagen finanziert wurden. Wir haben aber ein strukturelles Problem und kein konjunkturelles.
  5. Unser Problem ist einzig der hohe Verschuldungsgrad; Nachfrage und Angebot hängen untrennbar zusammen.
--webmaster@sgovd.org (Diskussion) 18:09, 21. Okt 2005 (CEST)


Und ist das dann nicht auch NPOV:

"Zudem wird häufig kritisiert, vom Erkennen eines Nachlassens der Konjunktur bis zur Einleitung fiskalpolitischer Maßnahmen würde u.U. zu viel Zeit vergehen, als dass sich eine konjunkturstabilisierende Wirkung einstellen könnte. Nicht nur, dass es Zeit braucht bis Maßnamen ergriffen werden, auch das Einsetzen der Wirkungen von Stabilisierungsmaßnahmen ist nach Meinung der Kritiker unvorhersehbar. Die Folge dieser so genannten „time lags“ wäre keine antizyklische Politik, die die Folgen von Krisen und Boomzeiten „glättet“ sondern die Gefahr einer ungewollt prozyklischen Politik, die die Krisen verschärft und zur Überhitzung der Konjunktur in Boomzeiten führt." ??????????????


217.254.172.155 17:45, 21. Okt 2005 (CEST)


Dies steht im Abschnitt "Kritik" und ist aus ökonomischer Sicht vollkommen korrekt und NPOV. Eine Erhöhung der Geldmenge führt beispielsweise nicht sofort zu einer erhöhten Nachfrage, sondern erst nach einer gewissen Zeit und birgt beispielsweise die Gefahr der Inflation. Genau das Problem haben wir schon aktuell. --webmaster@sgovd.org (Diskussion) 18:09, 21. Okt 2005 (CEST)


Zitat:

  1. Der erste Abschnitt ist inhaltlich falsch: Neoliberalismus schließt zyklische Maßnahmen aus, daher kann es auch keine neoliberalen Ökonomen geben, die dies empfehlen, durchaus aber Politiker, die keine Ökonomen sind.
Selten so gelacht! Die neoliberalen Ökonomen empfehlen durch die Bank, dass sich die Politik zyklisch verhalten soll. Aber das ist ja gar nicht der Punkt. Es geht darum, dass ÖKonomen keynesianischer Prägung das behaupten. Sie behaupten, dass die Empfehlungen der "neoliberalen" (so nennen die Keynesianer diese Köpfe) zyklisch seien. Siehe Herbstgutachten. Wenn Sie meinen, das Herbstgutachten empfiehlt nichts, oder empfiehlt keine zyklischen Maßnahmen, dann ist das Ihre Sache. Aber zumindest behaupten das die Keynesianer!!!

80.141.220.233 19:23, 21. Okt 2005 (CEST)

Antizyklische Finanzpolitik - No Comment. --webmaster@sgovd.org (Diskussion) 21:44, 21. Okt 2005 (CEST)


Zitat:

  1. "Neoliberale Konzepte" wurden nie von der Politik tatsächlich komplett umgesetzt. Auch wäre dies kein Argument, dass "keynesianische Konzepte" dadurch richtiger seien. (Gleichnis: Wenn die Wissenschaft keine Antwort hat, wird "Magie" dadurch nicht plötzlich richtig.)

Eine typische neoliberale "Ausrede", praktisch eine Immunisierung der Ideologie. Ebenso könnte man als Keynesianer behaupten, es seien ja nie richtige "keynesianische" Konzepte umgesetzt worden. Der Neoliberalismus wird nicht dadurch richtiger, in dem er immer wieder behauptet, alles was als neoliberal daher kommt, ist kein richtiger Neoliberalismus. Im übrigen, ihre Gesinnung ist schon dubios genug. Ist das der Grund, weshalb sie NPOV nicht richtig einschätzen können? Oder wollen sie den ganzen Artikel streichen, weil er NPOV ist? Sie müssten mich jetzt lachen sehen. 80.141.220.233 19:28, 21. Okt 2005 (CEST)

Wenn man keine Argumente hat und das Wissen fehlt, verfällt man in Polemik. --webmaster@sgovd.org (Diskussion) 21:44, 21. Okt 2005 (CEST)

Zitat:

  1. Nach Keynes wären antizyklische Maßnahmen bei konjunkturellen Problemen notwendig, aber nur falls sie aus Rücklagen finanziert wurden. Wir haben aber ein strukturelles Problem und kein konjunkturelles.

Dieses Argument kommt in jedem zweiten Satz der Neoliberalen vor. Nur weil es ein "strukurelles" Problem haben, verschärfen wir die Probleme. Aber, darum geht es ja gar nicht. Es geht darum, was die Keynesianer sagen! Es geht nicht um Ihre Wahrheit oder was Sie dafür halten! 80.141.220.233 19:39, 21. Okt 2005 (CEST)

Das hat nur leider alles nichts mit der Theorie des Keynesianismus zu tun, repräsentiert keine Konsensmeinung ("Die heutigen Vertreter der keynesianischen Auffassung" impliziert, dass das alle Keynesianer so sehen) und Solow's Meinung ist in diesem Kontext nahezu inhaltsfrei. Deshalb gelöscht. Grüße --AT 19:48, 21. Okt 2005 (CEST)

NAtürlich. Die einzigen, die im Konsens sind, sind die Kritiker des "Keynesianismus". Wo ist die Gedankenpolizei? 80.141.241.252 20:52, 21. Okt 2005 (CEST)
Genau. Wir sind alle Verschwörer. --webmaster@sgovd.org (Diskussion) 21:44, 21. Okt 2005 (CEST)
Zitat "Wir haben aber ein strukturelles Problem und kein konjunkturelles", die WP will mal eine Enzyklopädie werden, das bedeuted keine Theoriefindung. Die vorhergegangene Aussage ist vollkommen umstritten siehe [1]. Genauso Theoriefindung ist "Unser Problem ist einzig der hohe Verschuldungsgrad;" Übrigens glaubt da doch wohl niemand ernsthaft, dass man hauptsächlich durch sparen die Schulden des Staates verringern könnte [2] "Alle europäischen Länder, denen es in den vergangenen Jahren gelang, die Staatsverschuldung zu senken, haben das nicht primär durch Sparen geschafft, sondern durch hohe Wachstumsraten."--dirk33 nicht angemeldet

[Bearbeiten] Instrumente

Als Beispiel wurde auch die Zinspolitik der Zentralbanken aufgeführt. Dies ist aber insofern falsch, als das Saysche Theorem von den klassischen Keynesianiern abgeleht wird. Dieses Instrument ist eher den Monetaristen zuzuschreiben. Gdschung 13:17, 8. Jan 2006 (CET)

[Bearbeiten] "ISMUS"

Wenn es um die Zusammenlegung mit Marktpolitik geht, plädiere ich dafür, den "ISMUS" wegzulassen. Die CSU würde z.B. auch protestieren, sich unter Sozialismus wieder zu finden. Gleichermaßen lässt sich nicht jede Keynsianische Nachfragepolitik gleich als Keynsianismus abwerten.

[Bearbeiten] Allokation - Distribution

Hallo,

ich bin in VWL nicht besonders bewandert, aber folgenden Satz finde ich merkwürdig:

"der Fachmann sagt, dem Staat käme nur eine „allokative“, d.h. verteilungsbezogene Aufgaben zu." (Aus dem Abschnitt "Unterschiede zu Smith")

Ich dachte immer Verteilungspolitik sei Distributionspolitik (von lat. distribuere: verteilen), während Allokation (von lat. allocare: anhäufen) eher mit so etwas wie Marktsättigung usw. zu tun hat.

Gruß

Christian

Schau doch mal hier rein: Allokation Grüße --AT 22:26, 6. Mär 2006 (CET)


Hallo,

ich bin in der VWL bewandert und kann sagen, dass es sich bei Allokation nicht um Verteilung sondern um Lenkung handelt. Eine allokative Maßnahme ist eine Maßnahme, in der Ressourcen oder Güter umgeleitet oder einem anderen Markt oder Verwendungszweck zugeführt werden. Der Unterschied zur Distribution mag gering scheinen, ist aber gewichtig: Distribution beschäftigt sich mit der Verteilung zwischen Individuen, dabei insbesondere der (Um-)Verteilung von Einkommen. Eine allokative staatliche Maßnahme wäre z.B. wenn der Staat eine Steuer auf ein bestimmtes Gut legt und damit den Konsum dieses Gutes vermindern will (z.B. Tabaksteuer). In diesem Falle soll das Verhalten der Konsumenten gelenkt werden. Eine distributive Maßnahme wäre es, wenn der Staat einer bestimmten Personengruppe (z.B. Arbeitnehmer) eine Steuer auferlegt und die einer anderen Gruppe (z.B. Arbeitslose) zur Verfügung stellt. Problematisch wird es, da in der Praxis jede allokative Maßnahme distributive Wirkungen hat und umgekehrt. Würden die Einnahmen der Tabaksteuer z.B. den alleinerziehenden Müttern gegeben, wäre das eine distributive Wirkung. Rein allokativ wirkt eine Maßnahme nur dann, wenn das Steueraufkommen gleich auf alle verteilt oder vergraben wird. Eine gleiche Wirkung wird entfaltet, wenn man die Maßnahme auf dem Verordnungswege (z.B. Rauchverbot in Kneipen) regelt und sie so aufkommensneutral ist.

Es müsste also hier eher Allokationspolitik heißen, da sich die Klassik gegen Einkommensumverteilungen auf dem staatlichen Wege richtet.

Ich hoffe, der Diskussion weitergehofen zu haben

Mario


[Bearbeiten] Reihenfolge der Absätze

Der Absatz Neukeynesianismus bezieht sich auf Kritik am Keynesianismus, welche allerdings vorher nicht beschrieben wird, sondern erst einige Absätze tiefer...Ist das beabsichtigt? Sollte man nicht die Absätze umsortieren oder wenigstens auf den späteren Text verweisen? Schorsch-dabbljuh 17:30, 11. Mär 2006 (CET)

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