Los Angeles Museum of the Holocaust
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Das Los Angeles Museum of the Holocaust (LAMH) ist ein renommiertes Museum in Los Angeles.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Das Los Angeles Museum of the Holocaust ist das älteste Holocaust Museum in den USA. 1961 unterhielt sich eine Gruppe Holocaust Überlebender, die sich im Kurs „Englisch als Fremdsprache“ an der Hollywood High School kennen gelernt hatten, über ihre Erfahrungen. Sie merkten schnell, dass jeder von ihnen Fotografien, Gegenstände, KZ Uniformen oder andere kostbare Dinge aus der Holocaust Zeit hatte und beschlossen diesen Gegenständen ein permanentes Zuhause zu geben, wo man sie nicht nur sicher aufbewahren, sondern auch herzeigen konnte. Sie erkannten auch, dass sie einen Platz brauchten um den Toten zu gedenken und um die Welt über die Ereignisse zu unterrichten, die nicht vergessen werden dürfen. Viele der Gründer sind auch heute noch im Museum aktiv.
In den letzten 45 Jahren hat das Los Angeles Museum of the Holocaust einzigartige Arbeit auf dem Gebiet der Holocaust Erziehung geleistet. LAMH war das erste Museum des Landes, das eine Trainingsprogramm für Lehrer anbot, um den Umgang mit dem sensiblen Thema Holocaust in den Klassenzimmern zu verbessern. Außerdem erschuf das Museum den ersten katholisch – jüdischen Dialog in Kalifornien und einen Dialog zwischen Familien der Opfer und der Täter in den 80ern. Das Museum brachte den ersten spanischen Führer heraus und betreute 2003 die erste jemals in Kuba gezeigte Ausstellung über den Holocaust. Das Museum beherbergt immer wieder interessante Ausstellungen, unter anderem griff es als erstes des Landes das Thema „Die Verfolgung von Homosexuellen im 3. Reich“ auf. Kürzlich erstellte das Museum eine fotografische Wanderausstellung mit dem Titel „Encountering the Cambodian Genocide“ (Begegnung mit dem kambodschanischen Völkermord), die sich mit dem Pol Pot Regime der 1970er beschäftigt und es mit dem Holocaust vergleicht.
[Bearbeiten] Aufgaben
Das LAMH ist das einzige kostenlose Museum in Los Angeles. Die Gründer bestanden darauf, dass kein Besucher jemals aus finanziellen Gründen das Museum nicht besuchen kann. Deshalb wird auch für Schulen, die sich sonst keine Ausflüge leisten können, der kostenlose Transport von und zum Museum organisiert. Das Museum hat wenige treue Angestellte, die hinter der Aufgabe und dem Motto des Museums „Erziehen und Gedenken“ stehen.
Die Hauptzielgruppe des Museums ist die Jugend von Los Angeles. Jährlich werden etwa 10.000 Schüler, die großteils ethnischen Minderheiten (Afroamerikaner, Hispanics, Asiaten,..) angehören, durch das Museum geführt. Das Museum dient aber auch der Öffentlichkeit und anderen sozialen Gruppen. Seit seiner Gründung 1961 verfolgt das Museum im wesentlichen zwei Ziele:
- Gedenken: Das Museum wurde von seinen Gründern dafür vorgesehen, die Gegenstände aus dem 2. Weltkrieg, den Ghettos und den Konzentrationslagern zu beherbergen. Deshalb definiert sich das Museum selbst als primäre Quelle für originale Fotografien, Gegenstände und Dokumente.
- Erziehen: Das Museum ist einzigartig, weil es seinen Besuchern die Erfahrung von echtem interaktiven Lernen in einer geeigneten Umgebung anbietet. Außerdem ist es die einzige jüdische/ Holocaust Organisation in Los Angeles, die einen Dialog mit Überlebenden des Holocaust anbietet. Als einziges kostenloses Museum in Los Angeles ist LAMH vor allem für finanziell benachteiligte Schulen äußerst attraktiv.
[Bearbeiten] Österreichischer Gedenkdienst
- Das LAMH ist seit 2007 Gedenkdienst-Einsatzstelle des Vereins Österreichischer Auslandsdienst teil.