Rat des Bezirkes
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Der Rat des Bezirkes war im Staatsaufbau der DDR die mittlere staatliche Verwaltungsebene in jedem der 14 Bezirke (ohne Berlin als Hauptstadt), teilweise vergleichbar einem heutigen Landtag, Regierungspräsidium oder Landesverwaltungsamt. Entscheidungen erfolgten durch den Bezirkstag, der in den Kommunalwahlen als Einheitsliste der Nationalen Front gewählt wurde. Geleitet wurde die Behörde durch den Vorsitzenden des Rates des Bezirkes.
Dem jeweiligen Rat des Bezirkes war der Ministerrat mit seinen Ministerien in Berlin übergeordnet, nachgeordnet waren hingegen die Räte des Kreises und der Rat der Stadt (Magistrat) der kreisfreien Städte im Bezirksterritorium. Zu den verschiedenen Fachabteilungen gehörte u.a. die Bezirksplankommisson der Staatlichen Plankommission.
Innerhalb des Bezirkes wurde die Arbeit stark durch die jeweilige Bezirksleitung der SED kontrolliert und bestimmt. Die Funktion des ersten Sekretärs der Bezirksleitung der SED war die wesentlich einflussreichere Machtebene im Bezirk.