Ruhrgau
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Der Ruhrgau war eine mittelalterliche fränkische Gaugrafschaft am Unterlauf der Ruhr. Zum Ruhrgau gehören die Gebiete der heutigen Städte Essen, Duisburg und Mülheim an der Ruhr sowie das rechte Ufer des Rheins mindestens von der Mündung der Düssel bis zur Mündung der Ruhr.
Er wurde eingerichtet, nachdem die Franken die Sachsen unterworfen hatten, und dabei offenbar dem rechtsrheinischen Teil des Ripuariergau zugeschlagen. Noch im 9. Jahrhundert wurde der Ruhrgau häufig als Ripuarien bezeichnet, bevor sich die neuere Bezeichnung durchsetzen konnte.
Da der Ruhrgau nicht nur in der älteren Literatur häufig mit dem Rurgau verwechselt wird, ist hier besondere Aufmerksamkeit geboten.
Graf im Ruhrgau war:
- Otto, † nach 918, 904 Graf im Ruhrgau, 912 Graf an der mittleren Lahn, Bruder König Konrads I. (Konradiner
- Hermann II. von Lothringen, Pfalzgraf von Lothringen 1061-1085, Graf im Ruhrgau und Zülpichgau, Graf von Brabant
- Bernher, erwähnt 1093
[Bearbeiten] Literatur
- Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, 7. Lieferung, IV.9: Die mittelalterlichen Gaue, 2000, 1 Kartenblatt, 1 Beiheft, bearbeitet von Thomas Bauer, ISBN 3-7927-1818-9