Via Dolorosa
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Die Via Dolorosa (lat. Der schmerzhafte Weg) ist eine Straße in Jerusalem. Sie führt durch die Altstadt vom Löwentor (oder Stephanstor) zur Grabeskirche, die an jenem Ort stehen soll, wo Jesus ins Grab gelegt worden sein soll. Die Straße ist heute im östlichen Teil eine ansehnliche Gasse, während der westliche Teil durch verwinkelte Gässchen zwischen den alten Häusern führt, teilweise mit Bogengängen überdeckt, teilweise durch Treppen unterbrochen.
[Bearbeiten] Christliche Bedeutung
Nach der Überlieferung ist die Via Dolorosa jene Straße, die zur Zeit des Todes von Jesus vom Amtssitz des römischen Statthalters Pontius Pilatus zur Hinrichtungsstätte am Hügel Golgota führte. Allerdings sind diese Orte historisch nicht eindeutig bestimmbar. Diesen Weg musste Jesus vor seiner Kreuzigung zurücklegen, wobei er auf einem Großteil der Strecke das Kreuz selbst tragen musste. Daher ist die Straße heute als Kreuzweg ausgestaltet. Von den 14 Stationen des Kreuzweges befinden sich aber nur acht auf der Via dolorosa selbst, die neunte befindet sich auf dem Dach, die letzten fünf in der Grabeskirche.
[Bearbeiten] Bauwerke
Heute befinden sich unter anderen folgende Bauwerke entlang dieser Straße (von Ost nach West):
- St.-Anna-Kirche (12. Jahrhundert): Angeblich an der Stelle des Geburtshauses Marias. Im Garten der Teich Bethesda.
- Geißelungskapelle
- Verurteilungskapelle
- Ecce-Homo-Basilika und das zugehörige Kloster Notre Dame de Sion
- Ecce-Homo-Bogen: Teil eines von Hadrian errichteten Triumphbogens
- Koptisches Patriarchat
- Abessinisches Kloster
- Alexandra-Hospiz (mit römischer Bausubstanz)
- Erlöserkirche
- Grabeskirche