Östlicher Flachlandgorilla
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Östlicher Flachlandgorilla | ||||||||||||
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Systematik | ||||||||||||
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Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
Gorilla beringei graueri | ||||||||||||
Der Östliche Flachland- oder Grauergorilla (Gorilla beringei graueri) ist mit zwei Metern Kopf-Rumpf-Länge im Durchschnitt bei den Silberrücken die größte Unterart der Gorillas und der größte aller Primaten. Manchmal werden die Grauergorillas und die Berggorillas zu einer Art, dem Östlichen oder Großgorilla,Gorilla beringei, zusammengefasst.
Die Östlichen Flachlandgorillas wurden im Jahre 1914 in Zaire (heutige Demokratische Republik Kongo) entdeckt. Diese großen Gorillas leben im Gegensatz zu den Westlichen Flachlandgorillas in Tälern und Hügellandschaften, Sekundärwäldern und Mosaiklandschaften. Ihre Anzahl im ganzen Verbreitungsgebiet wird auf etwa 15.000 Exemplare geschätzt.
Genetisch wie auch geografisch stehen die Östlichen Flachlandgorillas dem Berggorilla erheblich näher als dem Westlichen Flachlandgorilla. Das Fell des Grauergorillas ist tiefschwarz, das Gesicht ist länglicher, der Körperbau breiter und schwerer als bei den anderen beiden Gorillaarten. Der Grauergorilla ist bis zu 300 Kilogramm schwer (Silberrücken), er ist groß und muskulös, und daher sehr stark (etwa 20-fache Kraft eines athletischen Menschen). Bis auf die Wilderer hat der Grauergorilla keine Feinde. Nur Gorillababys und Jungtiere fallen nicht oft Leoparden zum Opfer, obwohl die Raubkatzen andere Beutetiere bevorzugen. Gegen einen ausgewachsenen Silberrücken der Grauergorillas hätte der Leopard kaum eine Chance.
Der Grauergorilla ist sehr wohl, wenn auch neben dem Berggorilla weniger erforscht, der Gorilla mit der ruhigsten Natur. Nur wenn man ihn provoziert, z.B. Wegrennen bei Imponiergehabe des Silberrückens, kann er gefährlich werden. Wenn man sich unterwerflich vor dem Silberrücken duckt, hat man nichts zu befürchten. Grauergorillas sind meist sehr passiv (ruhig) im Verhalten.
Im Vergleich zu den kleineren Gorillas von Westafrika klettern sowohl Berg- als auch Grauergorillas eher selten auf Bäume. Daher sind sie die Menschenaffen, die am besten an das Leben auf dem Boden angepasst sind. Der Greiffuß ist zu einem Gehfuß geworden, die Arme sind verhältnismäßig kürzer. Der Grauergorilla ein etwas kürzeres Fell als der Berggorilla, aber es ist immer noch viel dichter als das der Westlichen Flachlandgorillas.
Nur sehr wenige Grauergorillas leben in Zoologischen Gärten. Ein Großteil lebt in Kahuzi-Biega und im Itombwe Forest. Der Grauergorilla wird wie der Berggorilla unter Schutz der UNESCO gestellt.