Amurleopard
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Amurleopard | ||||||||||||||
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Systematik | ||||||||||||||
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Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||||
Panthera pardus orientalis | ||||||||||||||
Der Amurleopard (Panthera pardus orientalis) ist die nördlichste Unterart des Leoparden. Sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet liegt beiderseits des ostsibirischen Flusses Amur (daher auch der Name). Von hier erstreckt es sich einst südlich bis zum Dreiländereck Russland, Volksrepublik China und Nordkorea. Der Amurleopard ist heute vom Aussterben bedroht, der Gesamtbestand in freier Wildbahn umfasst wohl weniger als 50 Tiere.
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[Bearbeiten] Merkmale
Von anderen Leoparden-Unterarten unterscheidet sich der Amurleopard durch seine größere Körpergröße, ein dichtes, langes Fell und große, weit auseinander liegende, schwarze Rosetten.
[Bearbeiten] Verbreitungsgebiet und Bestand
Noch im 19. Jahrhundert war der Amurleopard weit in der südlichen Amurregion Russlands, sowie in Nordostchina und Korea verbreitet. Im Norden erreichte er etwa Chabarowsk, im Süden Peking. Aufgrund von Wilderei und Lebensraumzerstörung nahmen die Bestände im 20. Jahrhundert rapide ab. In Russland leben heute (1999) Schätzungen zufolge gerade noch etwa 25 - 40 Tiere, die auf ein kleines Areal in der südwestlichen Region Primorje, 30 km westlich von Wladiwostok beschränkt sind. Diese kleine Population blieb in den letzten Jahrzehnten stabil. In China sind die Bestände noch geringer. Die letzten Zählungen (1998) ergaben weniger als zehn Tiere in der chinesischen Provinz Jilin und möglicherweise wenige in der Provinz Heilongjiang. Ob sich in den Bergwäldern Nordkoreas noch einzelne Amurleoparden halten ist ungewiss.
In Zoologischen Gärten leben heute etwa 170 Amurleoparden, die auf neun Gründertiere zurückgehen. Allerdings ist die genaue Unterartzugehörigkeit eines der Gründermännchen nicht gesichert.
Der Amurleopard zählt zu den am meisten bedrohten Katzen-Unterarten und wird von der IUCN als critically endangered (vom Aussterben bedroht) eingestuft.
[Bearbeiten] Lebensweise
Wie andere Leoparden ist der Amurleopard ein Einzelgänger. Er erbeutet hauptsächlich Rehe und kleinere Hirsche, die zum Verzehr auch auf Bäume geschleppt werden.
[Bearbeiten] Literatur
- O. Uphyrkina, D. Miquelle et al. : Conservation Genetics of the Far Eastern Leopard (Panthera pardus orientalis), The Journal of Heredity 2002:93(5) online
[Bearbeiten] Weblinks
Commons: Amurleopard – Bilder, Videos und/oder Audiodateien |
- Amurleopard auf Tierlexikon.ch
- Seite einer Schutzinitiative
- Quellen
- Panthera pardus orientalis in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2006. Eingestellt von: Cat Specialist Group, 1996. Version vom 11. Mai 2006