Eskadron
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Eskadron (französisch, Schwadron) war früher die kleinste taktische Einheit der Kavallerie, in etlichen modernen Armeen wird der Begriff vor allem im Bereich der Panzertruppe jedoch weiterhin verwendet.
Ähnlich wie in den meisten Ländern betrug in Deutschland ihre Kriegsstärke im 19. Jahrhundert 150 Pferde und 5 Offiziere. Die früher gebräuchliche Einteilung der Eskadrons in zwei Kompanien wurde in Preußen um 1890 noch beim Regiment Garde du Corps beibehalten, hatte aber keine taktische Bedeutung mehr. Fünf Eskadrons (im damaligen Russland sechs) bildeten ein Regiment. Eingeteilt wurden die Eskadrons taktisch in vier gleichstarke zweigliederige Züge. Jeder Zug in sich wieder in Abmärsche mit je drei nebeneinander für die Marschformation. Für die innere Verwaltung wurde sie geteilt in Beritte, die den Korporalschaften der Fußtruppen entsprachen. An der Spitze der Eskadrons stand ein Eskadronschef, Rittmeister oder zuweilen auch Major. Im französischen Heer gab es einen dem deutschen "Major" entsprechenden Grad des chef d'escadron. Dieser kommandierte bei der Kavallerie eine Division aus zwei Eskadrons. Führer der Eskadron war dort ein capitaine commandant.
Im 16. Jahrhundert bezeichnete Escadre (von lateinisch exquadra Gevierthaufen, Geschwader) eine Stellungsform des Fußvolks und der Reiterei, aus welcher im 17. Jahrhundert für letztere die Eskadron, für ersteres das Bataillon hervorging.
Abgeleitet von "Schwadron" ist das Verb schwadronieren, der lautstarke, simple und selbstgewisse Redestil der Offiziere und Mannschaften, wenn sie unter sich waren.
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