Ewald von Demandowsky
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Ewald von Demandowsky (* 1907, † 7. Oktober 1946 in Berlin) war Reichsfilmdramaturg und Produktionschef der Tobis während des Dritten Reiches.
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[Bearbeiten] Leben
Bereits 1930 trat Demandowsky in die NSDAP ein, später in die SS und machte Karriere als Redakteur beim Völkischen Beobachter.
1939 wurde er Produktionschef der Filmfirma Tobis. Diese machtvolle Position, die er durch seinen guten Kontakt zu Joseph Goebbels erlangt hatte, brachte ihm 70.000 Reichsmark Jahresgehalt. Obwohl verheiratet und Vater zweier Kinder fing er 1944 eine Affäre mit der damals unbekannten Nachwuchsschauspielerin Hildegard Knef an. Im April 1945 zum Volkssturm zur Verteidigung der Reichshauptstadt eingezogen kam er im Mai 1945 in russische Kriegsgefangenschaft, aus der er nach kurzer Zeit entlassen wurde.
1945/46 lieferten ihn die Amerikaner wiederum an die Russen aus, die ihn am 7. Oktober 1946 als Kriegsverbrecher in Berlin-Lichtenberg erschossen. Anfang der 1990er Jahre wurde Demandowsky von der russischen Justiz rehabilitiert.
[Bearbeiten] Werke
- Seine Majestät der Kindskopf. Eine Komödie in 3 Akten frei nach Axel Delmar, 1935
- Feine Leute. Eine Spekulantenkomödie in 3 Akten frei nach Axel Delmar, 1935
- Revolution bei Busse, Bühnenstück, 1936
- Busse & Sohn, Bühnenstück, 1941
[Bearbeiten] Literatur
- Hildegard Knef: Der geschenkte Gaul. Bericht aus einem Leben, 1970
[Bearbeiten] Weblinks
Personendaten | |
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NAME | Demandowsky, Ewald |
KURZBESCHREIBUNG | Reichsfilmdramaturg |
GEBURTSDATUM | 1907 |
STERBEDATUM | 7. Oktober 1946 |
STERBEORT | Berlin |