Groteske
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Eine Groteske (von ital.: „grottesco" zu "grotta“, „Grotte“) ist eine übertriebene und dadurch witzige Erzählung oder ein ebensolches Drama. Meist handelt es sich um einen kürzeren, derb-komischen oder närrisch-seltsamen Text, der auf verzerrende, ungewöhnliche Art und Weise verschiedene, nicht zusammenpassende Elemente aus der Realität miteinander verbindet, ohne dass dabei die textinterne Kohärenz in Frage gestellt wird.
Die Groteske wird und wurde vor allem verwendet, um die Wahrnehmung der Verzerrung, Verfremdung und Entstellung der Welt darzustellen. Insbesondere in Epochen, in denen der Glaube an eine heile Welt besonders verloren schien, etwa in der Epoche der Romantik, spielte sie eine besondere Rolle. Bekannte Verfasser von Grotesken sind etwa Jean Paul, Hermann Harry Schmitz, E. T. A. Hoffmann, Oskar Panizza oder in der Zeit nach 1945 z. B. Friedrich Dürrenmatt, Max Frisch oder Eugen Egner.