Hermann Schmitt-Vockenhausen
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Hermann Schmitt-Vockenhausen (* 31. Januar 1923 in Vockenhausen; † 2. August 1979 in Koblenz) war ein deutscher Politiker der SPD.
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[Bearbeiten] Leben und Beruf
Schmitt-Vockenhausen wurde als "Hermann Schmitt" 1923 in Vockenhausen (Südhessen, heute Eppstein) geboren. Da er zur Unterscheidung von den diversen anderen Schmitts und Schmidts im Deutschen Bundestag seinen Wohnort hinzugesetzt bekam, wurde er auch außerhalb des Parlaments bald nur noch Schmitt-Vockenhausen genannt, so dass er diesen Namen 1960 auch offiziell annahm.
Schmitt-Vockenhausen hatte Rechtswissenschaften studiert und im Verwaltungsrecht promoviert. Seine Ehefrau Monika war ebenfalls Verwaltungsjuristin.
[Bearbeiten] Partei
Schmitt-Vockenhausen war Mitglied der SPD. Innerhalb der SPD gehörte er zu den Verfechtern des Mehrheitswahlrechts.
[Bearbeiten] Abgeordneter
Schmitt-Vockenhausen gehörte dem Deutschen Bundestag von 1953 bis zu seinem Tode an. Er vertrat den Wahlkreis Groß-Gerau im Parlament. 1953 war er nach seinem Fraktionskollegen Karl Wienand der zweitjüngste Abgeordnete des Bundestages. Am 25. Januar 1961 wurde er Vorsitzender des Innenausschusses des Bundestages und blieb dies bis 1969. Gleichzeitig war er Vorsitzender das Arbeitskreises für Innenpolitik der SPD-Fraktion, anschließend bis 1972 des Arbeitskreises "Innen, Bildung und Sport". Seit 1969 war er Vizepräsident des Bundestages. Vom 7. November 1963 bis zum 21. April 1964 war er Vorsitzender des "Parlamentarischen Untersuchungsausschusses zur Überprüfung der durch das Bundesamt für Verfassungsschutz über alliierte Dienstellen eingeleiteten Verfahren zur Post-, Telefon- oder Fernschreibüberwachung (sog. Telefon-Abhöraffäre)". 1969 bis 1972 war er Vorsitzender der Diätenkommission des Parlaments, anschließend bis zu seinem Tode Vorsitzender der Unterkommission für die Rechtsstellung der Abgeordneten. Vom 10. Dezember 1975 bis 1976 war Schmitt-Vockenhausen stv. Vorsitzender des "Sonderausschusses zur Vorbereitung und Erarbeitung eines Gesetzes zur Ausführung des Artikels 48 GG".
[Bearbeiten] Ehrenämter
Schmitt-Vockenhausen war Mitglied des Zentralkomitees der deutschen Katholiken und Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes.
[Bearbeiten] Veröffentlichungen
- Durchgangsstation und sonst nichts? Zur Gesetzgebungsarbeit des Bundestages, in: Emil Hübner, Heinrich Oberreuter, Heinz Rausch, Der Bundestag von innen gesehen, München 1969, Seiten 137 bis 149.
- Die Wahlprüfung in Bund und Ländern unter Einbeziehung Österreichs und der Schweiz. Ein Beitrag zum Wesen der parlamentarischen Demokratie, Bad Homburg vor der Höhe 1969.
- Zum Selbstverständnis des Parlaments, in: Horst Hensel, République en miniature. Eine Schrift für Alfred Gleisner, Köln 1974, Seiten 35 bis 45.
- Zehn Jahre Parteiengesetz. Vorzüge und Schwächen, in: ZParl 1977, Heft 4, Seiten 525 bis 527.
- Leben für die oder von der Politik? Der Abgeordnete im Widerspruch der Erwartungen, in: Hartmut Klatt, Der Bundestag im Verfassungsgefüge der Bundesrepublik Deutschland, Bonn 1980, Seiten 87 bis 91.
[Bearbeiten] Weblinks
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Personendaten | |
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NAME | Schmitt-Vockenhausen, Hermann |
ALTERNATIVNAMEN | Hermann Schmitt (bis 1960) |
KURZBESCHREIBUNG | Mitglied des Deutschen Bundestages und ab 1969 Vize-Präsident des Bundestages |
GEBURTSDATUM | 31. Januar 1923 |
GEBURTSORT | Vockenhausen |
STERBEDATUM | 2. August 1979 |
STERBEORT | Koblenz |