Minenjagdboot Weiden
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Geschichte | |
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Klasse: | Frankenthal-Klasse Klasse 332 |
Hüllennummer: | M1060 |
Werft: | Abeking & Rasmussen |
Stapellauf: | April 1992 |
Außerdienststellung: | 2006, verkauft |
Daten | |
Länge über alles: | 54,5 m |
Breite: | 9,2 m |
Tiefgang: | 2,84 m |
Antrieb: | 1 Dieselmotor mit 4.080 kW (5.550 PS) |
Verdrängung: | 660 t |
Höchstgeschwindigkeit: | 18 Knoten |
Besatzung: | 42 Seeleute |
Die Weiden war ein deutsches Minenjagdboot der sogenannten Frankenthal-Klasse (Klasse 332).
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Es wurde in der deutschen Werft Abeking & Rasmussen in Lemwerder gebaut und lief im April 1992 vom Stapel. Die Weiden wurde als erstes Boot der Klasse im März 1993 in Dienst gestellt. Von März bis April 2001 wurde die Weiden auf einer polnischen Werft generalüberholt. Das Boot gehörte dem 1. Minensuchgeschwader an und war im Marinestützpunkt Olpenitz stationiert. Die Patenschaft über den Minenjäger wurde von der Stadt Weiden in der Oberpfalz übernommen.
Nach Auflösung des 1. Minensuchgeschwaders im Dezember 2005 wurde das Boot organistorisch dem 3. Minensuchgeschwader unterstellt. Den Umzug des Geschwaders von Olpenitz in den Marinestützpunkt Kiel im Frühjahr 2006 machte das Boot jedoch nicht mehr mit. Es wurde am 28. Juni 2006 in Wilhelmshaven außer Dienst gestellt und der Marine der Vereinigten Arabischen Emirate übergeben. Unter der neuen Flagge fährt es seit Herbst des Jahres von Abu Dhabi aus unter dem neuen Namen Al Hasbah.
[Bearbeiten] Ausrüstung
Das Minenjagdboot war für 42 Mann Besatzung ausgestattet, darunter auch spezialisierte Minentaucher, für die eine spezielle Taucherdruckkammer zur Verfügung stand. Die Besatzungsstärke wurde im alltäglichen Dienst jedoch selten erreicht. Die Einsatzverdrängung des rund 54 Meter langen Bootes betrug 650t, die Leistung lag bei 3.44 kW bzw. 4.600 PS. Die Weiden erreichte damit bei einem Tiefgang von 2,85 Metern eine maximale Geschwindigkeit von 18 Knoten. Für die Minenjagd standen neben den Minentauchern das schiffsfeste Bugsonar DSQS 11M, das einen steuerbaren Suchsektor von 90° abdecken kann, sowie die Identifizierungs- und Minenvernichtungsdrohne "Pinguin" zur Verfügung. Die erfassten Daten wurden mittels der Minenjagdführungsanlage SATAM (System zur Auswertung und Darstellung taktischer Daten im Minenkampf) ausgewertet. Bewaffnet war das Boot mit einer Fliegerfaust sowie einem 1x40mm-Geschütz. Zur Vernichtung der Minen waren zudem ständig Minenvernichtungssprengkörper an Bord.
[Bearbeiten] Aufgaben
Hauptaufgabe eines Minenjägers ist das Suchen und Vernichten von Minen. Aufgrund ihrer Ausstattung war die Weiden darüber hinaus in der Lage, eine genaue Kartographie des Meeresbodens vorzunehmen; daneben konnten zahlreiche Wrackteile geortet werden.
[Bearbeiten] Dokumentation
Unter dem Titel „Gefahr unter'm Kiel - Minenjagd auf der Ostsee“ wurde im Jahr 2000 (Erstausstrahlung) in der ARD eine 30minütige Reportage über das Leben auf dem Minenjäger ausgestrahlt, der zur damaligen Zeit unter dem Kommando von Kaleu Tronje Schneider-Pungs stand.
[Bearbeiten] Literatur
Killi, Hendrik: Minensucher der deutschen Marine. Hamburg 2002.