Patsch (Tirol)
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Wappen | Karte |
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Basisdaten | |
Bundesland: | Tirol |
Bezirk: | Innsbruck Land (IL) |
Fläche: | 9,73 km² |
Geografische Lage: | Koordinaten: 47° 12′ 15" N, 11° 24′ 55" O47° 12′ 15" N, 11° 24′ 55" O |
Höhe: | 896 m ü. A. |
Einwohner (2003): | 879 |
Postleitzahl: | 6082 |
Vorwahl: | 0512 |
Gemeindekennziffer: | 70338 |
Gemeindeamt: | |
Offizielle Website: | http://www.patsch.tirol.gv.at |
Politik | |
Bürgermeister: | Burghart Tollinger |
Gemeinderat (2004) (XY Mitglieder) |
Patsch ist eine Gemeinde im Bezirk Innsbruck Land, Tirol (Österreich).
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
Ellbögen, Innsbruck, Lans, Schönberg im Stubaital
Patsch liegt auf einer Mittelgebirgsterrasse am Eingang des Wipptals, am Fuß des Patscherkofel südlich von Innsbruck. Zum Gemeindegebiet gehören neben dem an der alten Salzstraße liegenden Kirchdorf noch die Ortsteile Kehr, Rinnerhöfe, Sillwerk, Ruggschrein, Ahren und Bahnhof. Höchster Punkt der Gemeinde ist mit 2246 m der Patscherkofel. In Ruggschrein war früher eine Zollstätte der wichtigen, von Hall in Tirol nach Matrei führenden Salzstraße.
Patsch gilt als das älteste Dorf des südlichen Mittelgebirges, viele Flurnamen weisen auf eine vorrömische Besiedlung hin. Patsch wurde um 1200 erstmals als Patsche und Pats urkundlich erwähnt. Im Frühmittelalter war der Ort Mittelpunkt einer Marktgenossenschaft und einer Mutterpfarre. 1256 wurde sie dem Stift Wilten einverleibt. Der Bau der Brennerbahn 1864 bis 1867 brachte der Gemeinde durch Grundablösen einen Reichtum. Das 1903 unter Ing. Josef Riehl errichtete Kraftwerk Obere Sill, auf Patscher und Schönberger Gebiet gelegen, war damals das größte Kraftwerk der österreichisch-ungarischen Monarchie. Ein bedeutendes Bauwerk ist die unterhalb das Silltal überspannende Europabrücke.
Die Pfarrkirche St. Donatus wurde nach einem Brand 1399, dem auch das Dorf zum Opfer fiel, 1479 im gotischen Stil errichtet und 1767 barockisiert. Das Wirtshaus Grünwalderhof an der Straße nach Igls wurde bereits um 1500 urkundlich erwähnt.
Patsch lag schon in vorrömischer Zeit an einem bedeutenden Verkehrsweg. Hinweise, dass auch im Mittelalter dieser Verkehrsweg vor allem als Salzstraße von Hall nach Süden stark frequentiert war, fand man 1994 vor dem inzwischen abgerissenen alten Gasthof Altwirt bei Kanalbauarbeiten. Eine steingepflasterte Straße mit tiefen Spurrillen kam bei den Grabungsarbeiten zu Tage. Die Steine wurden nördlich der Patscher Volksschule wieder in der ursprünglichen Weise sichtbar verlegt. Beim "Zollerhof" wurde Zoll eingehoben. Direkt an der alten Römerstraße gelegen war der Gasthof Bär schon im 12 Jhd. eine wichtige Handels- und Raststation für römische Kaufleute, wo sich im Jahre 1809 Andreas Hofer mehrmals mit Josef Speckbacher zu strategischen Sitzungen traf. Patsch ist verkehrsmäßig über die Brennerautobahn mit einer Ausfahrt und einer Straße vom südwestlichen Mittelgebirge von Igls und von Ellbögen zu erreichen. Der Bahnhof "Patsch" der Brennerbahn liegt etwa 200 m unterhalb des Ortskerns in der Schlucht der Sill. Wichtiger für die öffentliche Verkehrserschließung sind Überlandbusse, die Patsch mit Innsbruck verbinden.
Das Naturschutzgebiet Rosengarten ist durch mehrere nord-süd-orientierte Spazier- und Feldwege entlang der Terrassenstufen gut erschlossen, die von Patsch oder vom Grünwalder Hof ausgehen. Das Schutzgebiet gehört zu den Naherholungsgebieten im Einzugsbereich von Innsbruck.
Tantegert ist ein Weiler von Patsch inmitten des Paschberg-Waldes. Die Stelle liegt auf einer Höhe von ca. 800 m. Im 16. Jahrhundert gab es hier sogar einen kleinen See. Dieser trocknete schnell aus, da er keinen Zu- und Abfluss hatte.
Bevor die Innsbrucker Mittelgebirgsbahn gebaut wurde, war Tantegert besiedelt und trug die Bezeichnung Teutoburgerwald, aus der der heutige Name abgeleitet wurde. Von der einstigen Siedlung gibt es nur noch zwei Häuser, die vorwiegend in den Sommermonaten bewohnt sind. Häufiger werden sie nun auch im Winter bewohnt (ca. 11 Personen).
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