Schloss Wackerbarth
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Schloss Wackerbarths Ruh ist ein von Weinbergen umgebenes Barockschloss an der Straße von Radebeul nach Meißen, das als Sitz des Sächsischen Staatsweingutes dient.
[Bearbeiten] Geschichte
Erbaut wurde das Schloss zum Ende des Barock in der Zeit von 1727 bis 1730 nach Plänen des Landesbaumeisters Johann Christoph Knöffel als Alterssitz für den Minister Augusts des Starken, Reichsgrafen Christoph August von Wackerbarth.
Das Hauptgebäude wurde 1853 teilweise umgestaltet. Hervorzuheben ist das achteckige Belvedere auf halber Höhe. Das mit dem Palais durch eine Freitreppe verbundene Gebäude wurde von Matthäus Daniel Pöppelmann errichtet.
Das Weingut geht auf das 1925 in Radebeul gegründete Staats-Weingut sowie das 1952 entstandene VEG Weinbau Radebeul zurück. Bis 1957 wurden hier nur Weine gekeltert, 1958 begann auch die Herstellung von Sekt.
Schloss Wackerbarth ist insbesondere bekannt für seine besonders mineralischen Rieslinge und Weißburgunder sowie den Traminer. Sekte werden nach der klassischen Flaschengärung hergestellt.
Nachdem durch den Freistaat Sachsen in den 1990er Jahren schon intensiv über eine Veräußerung des Weingutes verhandelt, dies aber mangels attraktiver Kaufangebote nicht realisiert wurde, wurde 2002 die historische Bausubstanz schrittweise aufwendig rekonstruiert und das Schloss zum „Erlebnisweingut“ ausgebaut.
Das Schloss wird heute vermarktet als „das erste Erlebnisweingut Europas, das sich der 800-jährigen sächsischen Weinbautradition genauso verschrieben hat wie dem zeitgemäßen Genuss mit allen Sinnen“. Unter diesem Motto gibt es multimediale Führungen mit Verkostungen und zahlreiche Veranstaltungsreihen.
[Bearbeiten] Literatur
- Hans Beschorner: Herrensitze der Lößnitz, in: Mitteilungen des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz, 1924
[Bearbeiten] Weblinks
Koordinaten: 51° 6′ 51" n. Br., 13° 37′ 5" ö. L.