Schoßregister
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Schoßregister sind städtische Steuerregister. Sie können als die wichtigste Quelle der Bevölkerungs- und Sozialgeschichte im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit bezeichnet werden.
Beim „Schoß“ handelt es sich um die nd. und md. Bezeichnung für direkte Steuern; das mhd. schoz, mnd., mndl. schot geht auf das germanische Wort *sceutan ('schießen') zurück. In den Wörtern „Vorschuss“, „Zuschuss“ oder „etwas dazuschießen“ hat es sich bis heute erhalten.
In Städten, wie Lübeck, Stendal, Quedlinburg oder Köln wurde ähnlich wie in anderen Städten die fixe Abgabe des Vorschoß (Kopfsteuer) von der proportionalen Vermögensteuer dem Hauptschoß oder Schwörschoß unterschieden. Notiert wurden diese Abgaben in den Schoßregistern.