Sparkasse Bensheim
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Sparkasse Bensheim | |
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Hauptsitz: | Bahnhofstraße 30/32 64625 Bensheim |
Rechtsform: | Anstalt öffentlichen Rechts |
Sparkassenverband: | Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen |
Internet: | www.sparkasse-bensheim.de |
E-Mail: | info@sparkasse-bensheim.de |
Bankleitzahl: | 509 500 68 |
Geschäftsdaten 2005 | |
Bilanzvolumen: | 1.477 Mio. Euro |
Kundeneinlagen: | 1.023 Mio. Euro |
Kundenkreditvolumen: | 1.015 Mio. Euro |
(bankspez.) Mitarbeiter (davon Auszubild.): |
316 (25) |
Filialen: | 21 |
Geldautomaten: | 23 |
Privatgirokonten: | 45.217 |
Debitkarten: | |
Kreditkarten: | |
Verwaltungsrat | |
Vorsitzender: | Bürgermeister Thorsten Herrmann |
Vorstand | |
Vorsitzender: | Otto Gebhardt |
Stellvertretender Vorsitzender: | Manfred Vögtlin |
Vorstandsmitglied: | Birgit Kissel |
Die Sparkasse Bensheim ist eine gemeinnützige, mündelsichere und rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts mit Sitz in Bensheim.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Organisationsstruktur
Rechtsgrundlagen sind das Sparkassengesetz für Hessen und die durch den Verwaltungsrat der Sparkasse erlassene Satzung. Organe der Sparkasse sind der Vorstand und der Verwaltungsrat.
Sie wurde 1830 gegründet und ist beim Amtsgericht Darmstadt unter HRA 23222 in das Handelsregister eingetragen. Sie ist Mitglied des Sparkassen- und Giroverbandes Hessen-Thüringen, Frankfurt am Main/Erfurt, und über diesen dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband e.V., Berlin/Bonn, angeschlossen. Die Sparkasse unterhält Geschäftsstellen im Bereich ihres Trägers, der zugleich das Geschäftsgebiet der Sparkasse darstellt.
Träger ist der Sparkassenzweckverband Bensheim mit den beteiligten Städten und Gemeinden Bensheim, Einhausen, Lautertal, Lorsch, Zwingenberg sowie Lindenfels für die Stadtteile Schlierbach, Winkel und Winterkasten.
Insgesamt beschäftigt die Sparkasse Bensheim 316 (bankspezifische) Mitarbeiter und betreibt 21 Filialen.
[Bearbeiten] Geschäftsausrichtung und Geschäftserfolg
Die Sparkasse Bensheim betreibt als Sparkasse das Universalbankgeschäft. Sie ist Marktführer in ihrem Geschäftsgebiet. Mit einer Bilanzsumme von 1,5 Milliarden Euro nimmt sie in der Sparkassen-Rangliste 2005 der Sparkassenzeitung Platz 196 von insgesamt 463 Sparkassen ein. Im Verbundgeschäft arbeitet die Sparkasse Bensheim mit der Helaba, der DekaBank, Landesbausparkasse Hessen-Thüringen und mit der Sparkassen-Versicherung zusammen.
[Bearbeiten] Geschichte
Am 29. April 1830 wurde durch den Landrat des Landratsbezirkes Bensheim, Peter Joseph von Rüding, die „Ersparungskasse in dem Landratsbezirk Bensheim mit Sitz in Zwingenberg" gegründet.
Die konstituierende Versammlung fand am 25. Juni 1830 im Rathaus in Zwingenberg statt, bei der 88 Mitglieder die erste Satzung der „Ersparungskasse in dem Landratsbezirk Bensheim“ annahmen und einen Verwaltungsausschuss wählten.
Am 1. Juli 1830 nahm dann der „Cassier“ Andreas Schneider die ersten Einzahlungen entgegen: Zinssatz 4 %, Mindesteinzahlung ein Gulden.
Kurzer Auszug aus der Sparkassen-Satzung von 1830: „Diese Ersparungskasse soll die Gelegenheit darbieten, Geld, besonders in kleinen Summen, nützlich und sicher anzulegen und dadurch zur Beförderung der Sparsamkeit sowie zur Entfernung leichtsinniger Ausgaben dienen. Besonders sollten das Gesinde und die Kinder durch Sparen den Wert des Geldes kennen lernen und von nutzlosen Zersplitterungen desselben zurückgehalten werden.“
Dass dieses Ziel sehr bald erreicht wurde, zeigt das rasche Ansteigen der Einlagen:
Ende des ersten Jahres (1830) betrug der Kassenbestand 77.294 Gulden.
Ende des zweiten Jahres (1831) betrug der Kassenbestand 140.175 Gulden.
Ende des dritten Jahre (1832) betrug der Kassenbestand 172.213 Gulden.
Die Sparkasse Bensheim in ihrer heutigen Form ist aus drei ehemals eigenständigen Sparkassen entstanden. Die drei Ursprungssparkassen hatten ihre Hauptstellen in Zwingenberg, Lorsch und Bensheim.
1830: Gründung der Ersparungskasse für den Landratsbezirk Bensheim mit Sitz in Zwingenberg (später dann Bezirkssparkasse Zwingenberg)
1835: Gründung der Spar- und Leihkasse Lorsch (später Bezirkssparkasse Lorsch), ebenfalls unter Landrat von Rüding. Im Landratsbezirk Bensheim sind somit zwei Sparkassen vorhanden. Die Spar- und Leihkasse Lorsch eröffnete 1875 Filialen in Viernheim, Lampertheim und Biblis. 1927 kamen noch Filialen in Bürstadt und Hofheim dazu. 1942 wurden aufgrund eines Beschlusses der hessischen Landesregierung zur Neuordnung der Sparkassen in Hessen die Filialen in Lampertheim, Biblis, Bürstadt und Hofheim auf die damalige Kreissparkasse Worms übertragen. Die Filiale in Viernheim wurde 1942 auf die damalige Bezirkssparkasse Heppenheim übertragen.
1931: Gründung der Bezirkssparkasse Bensheim durch Abspaltung vom Zwingenberger Stamminstitut
Im Jahre 1925 erfolgte die Umbildung der Bezirkssparkasse Zwingenberg in Bezirkssparkasse Zwingenberg-Bensheim mit je einer selbständigen Rechenstelle in Zwingenberg und Bensheim.
Aufgrund des starken wirtschaftlichen Raumes und der entsprechenden Entwicklung der Bensheimer Filiale löst sich 1931 die Bensheimer Sparkasse vom Zwingenberger Stamminstitut zur selbständigen Bezirkssparkasse Bensheim. Die Filialkasse Reichenbach gehört jetzt zur Bezirkssparkasse Bensheim.
Somit gab es ab 1931 drei eigenständige Sparkassen, die ihre Sitze in Bensheim, Lorsch und Zwingenberg hatten, im heutigen Geschäftsgebiet der Sparkasse Bensheim.
Im Jahre 1941 wurde die bis dahin eigenständige Bezirkssparkasse Lorsch auf Grund eines Beschlusses der hessischen Landesregierung zur Neuordnung der Sparkassen in Hessen in die Bezirkssparkasse Bensheim integriert.
1942 wurde die bis zu diesem Zeitpunkt ebenfalls noch selbständige Bezirkssparkasse Zwingenberg in die Bezirkssparkasse Bensheim überführt. Somit ist aus den drei vormals eigenständigen Sparkassen die Bezirkssparkasse Bensheim in ihrer heutigen Form entstanden.
1998 erfolgte schließlich die Namensänderung von Bezirkssparkasse Bensheim in Sparkasse Bensheim.