Thatcherismus
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Thatcherismus ist die Bezeichnung für die Wirtschaftspolitik der ehemaligen britischen Premierministerin Margaret Thatcher.
Der Wirtschaftspolitik von Margaret Thatcher lagen folgende, auf der Angebotstheorie basierende Prinzipien zugrunde:
- Privatisierungen oder zumindest Teilprivatisierungen des öffentlichen Sektors, (Re)privatisierung von Staatsbetrieben (wie z.B. Eisenbahn, Luftfahrt, Telekommunikation (British Telecom als Paradebeispiel)) aber auch lokaler Versorgeunternehmen (namentlich Stadt-, Wasser- und Elektrizitätswerke)
- eine monetaristische Währungspolitik
- niedrige Steuern bis Versuch der Einführung einer Kopfsteuer (community charge, poll tax)
- allgemeine Minimierung von staatlichen Eingriffen in das Marktgeschehen
- Einschränkung staatlicher Sozialleistungen
- Beschränkung der Macht der Gewerkschaften
Kritiker des Thatcherismus bezeichnen ihn als eine liberal-konservative, auch neo-liberale Ideologie, die die freie Marktwirtschaft gegenüber der sozialen Marktwirtschaft bevorzuge.
In der USA wurde der Begriff Reaganomics, benannt nach dem US-Präsidenten Ronald Reagan, verwendet, der eine ähnliche Politik verfolgte.