Berikon
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Wappen | |
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Basisdaten | |
Kanton: | Aargau |
Bezirk: | Bremgarten |
BFS-Nr.: | 4062Vorlage:Infobox Ort in der Schweiz/Gemeinde |
PLZ: | 8965 |
Koordinaten: | 670643 / 245079 Koordinaten: 47° 21' 10" N, 8° 22' 25" O47° 21' 10" N, 8° 22' 25" O |
Höhe: | 554 m ü. M. |
Fläche: | 5.38 km² |
Einwohner: | 4386 (31. Dezember 2005) |
Website: | www.berikon.ch |
Karte | |
Berikon (Schweizerdeutsch: Berke, Berike) ist eine politische Gemeinde im Bezirk Bremgarten im Schweizer Kanton Aargau. Es liegt unmittelbar südlich der Mutschellen-Passhöhe an der Grenze zum Kanton Zürich.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geographie
Das Gemeindegebiet von Berikon dehnt sich vom Mutschellenpass am Fusse des Hasenbergs in südöstlicher Richtung auf dem Höhenzug Holzbirrliberg über dem Reusstal aus. Das rund zwei Kilometer lange Dorf besteht (von Nordwest nach Südost) aus den Ortsteilen Mutschellen, Unterberikon und Oberberikon, die in den letzten Jahrzehnten zusammengewachsen sind, wie auch mit den Nachbargemeinden Rudolfstetten-Friedlisberg, Widen und Zufikon. In Oberberikon entspringt der Rummelbach, der nach drei Kilometern auf dem Gemeindegebiet von Dietikon in die Reppisch mündet.
Die Fläche des Gemeindegebiets beträgt 538 Hektaren, davon sind 169 Hektaren mit Wald bedeckt und 102 Hektaren überbaut. Der höchste Punkt befindet sich auf 670 Metern im Gebiet Allmend an der östlichen Gemeindegrenze, die tiefste Stelle liegt auf 522 Metern.
Nachbargemeinden sind Rudolfstetten-Friedlisberg im Norden, Birmensdorf im Osten, Oberwil-Lieli im Süden, Zufikon im Westen und Widen im Nordwesten.
[Bearbeiten] Geschichte
Einzelne Funde weisen auf eine Besiedlung während der Jungsteinzeit hin. Berikon wurde am 28. Juni 1153 als "Berchheim" erstmals urkundlich erwähnt. Das Dorf diente damals als Gerichtsstätte der Habsburger im Freiamt Affoltern; im Gebiet Mattenhof stand der Galgen. Der Name des Ortes wandelte sich im Laufe der Zeit von Berchheim über Bergheim, Berchan, Berkein zu Berikon. Im 14. Jahrhundert war Berikon ein Lehen des Hauses Habsburg-Laufenburg, das es an die Herren von Schönenwerd bei Dietikon weiterverlieh. 1374 erwarb die Stadt Bremgarten die niedere Gerichtsbarkeit und richtete eine Untervogtei ein, die bis 1798 Bestand hatte.
Bei der Eroberung des Aargaus durch die Eidgenossen im Jahre 1415 kam Berikon zunächst unter die Landesherrschaft der Stadt Zürich und wurde dann 1471 geteilt; Oberberikon gelangte zum Kelleramt, während Unterberikon dem Amt Rohrdorf der Grafschaft Baden zugeteilt wurde. Im März 1798 eroberten die Franzosen die Schweiz und riefen die Helvetische Republik aus. Beide Gemeinden gelangten zum kurzlebigen Kanton Baden. Bei der Gründung des Kantons Aargau im Jahr 1803 wurden sie wiedervereinigt.
Am 1. Mai 1902 erhielt Berikon nach der Eröffnung der Bremgarten-Dietikon-Bahn einen Anschluss ans Eisenbahnnetz (Haltestelle auf dem Mutschellen). Bis Ende der 1950er blieb Berikon ein bescheidenes Bauerndorf mit nur leicht ansteigender Bevölkerungszahl. Doch dann setzte, begünstigt durch die Nähe zu Zürich, ein beispielloser Bauboom ein. Zwischen 1960 und heute vervierfachte sich die Einwohnerzahl. Berikon wuchs mit den Nachbargemeinden zusammen und ist heute Teil der Agglomeration Zürich.
[Bearbeiten] Wappen
Die Blasonierung des Gemeindewappens lautet: "In Weiss gestieltes grünes Kleeblatt." Dieses Wappen erschien erstmals 1811 auf dem amtlichen Gemeindesiegel.
[Bearbeiten] Bevölkerung
Bevölkerungsentwicklung | |
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Jahr | Einwohner |
1850 | 549 |
1900 | 701 |
1930 | 767 |
1950 | 900 |
1960 | 1156 |
1970 | 1593 |
1980 | 2314 |
1990 | 3765 |
2000 | 4358 |
Am 31. Dezember 2005 lebten 4386 Menschen in Berikon, der Ausländeranteil betrug 11,6 %. Bei der Volkszählung 2000 waren 46,6 % römisch-katholisch, 35,4 % reformiert und 1.8 % moslemisch; 1,4 % gehörten anderen Glaubensrichtungen an. 92,6 % bezeichneten Deutsch als ihre Hauptsprache, 1,6 % Italienisch, 1,0 % Französisch, 0,7 % Albanisch, je 0,6 % Englisch und Spanisch.
[Bearbeiten] Behörden
Die Versammlung der Stimmberechtigten, die Gemeindeversammlung, übt die Legislativgewalt aus. Ausführende Behörde ist der Gemeinderat. Seine Amtsdauer beträgt vier Jahre und er wird im Majorzverfahren (Mehrheitswahlverfahren) vom Volk gewählt. Er führt und repräsentiert die Gemeinde. Dazu vollzieht er die Beschlüsse der Gemeindeversammlung und die Aufgaben, die ihm von Kanton und Bund zugeteilt wurden.
Die fünf Gemeinderäte der Amtsperiode 2006-2009 sind:
- Peter Oggenfuss (CVP), Gemeindeammann
- Rosmarie Groux (SP), Vize-Gemeindeammann
- Felix Baur (FDP)
- Alfred Bossard (FDP)
- Theres Lepori (CVP)
Für Rechtsstreitigkeiten ist das Bezirksgericht Bremgarten zuständig. Berikon gehört zum Friedensrichterkreis Bremgarten.
[Bearbeiten] Wirtschaft
Etwas mehr als 250 kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bieten in Berikon rund 1200 Arbeitsplätze an, davon 7 % in der Landwirtschaft, 14 % in der Industrie und 79 % im Dienstleistungssektor. Die Mehrheit der erwerbstätigen Bevölkerung arbeitet allerdings in der Stadt Zürich oder im nahe gelegenen Limmattal.
[Bearbeiten] Verkehr
Die Station Berikon-Widen der Bremgarten-Dietikon-Bahn liegt exakt auf der Mutschellen-Passhöhe. Von dort aus verkehren auch Postautos nach Baden und Zürich (Bahnhof Wiedikon). Die Strasse Wohlen-Bremgarten-Dietikon, die über den Mutschellen führt, ist eine der wichtigsten Hauptstrassen der Schweiz. Der Autobahnanschluss Urdorf ist etwa 7 km entfernt. Die Umfahrung Zürich der Autobahn A4 befindet sich zur Zeit in Bau; nur gerade ca. 3km entfernt, bei Birmensdorf wurde im Sommer 2006 ein Teilstück der neuen Umfahrung eröffnet. Dieser Anschluss entlastet jenen in Urdorf teilweise. den zunehmenden Verkehr durch Berikon versucht man mit flankierenden Massnahmen wie z.B. dem Ausbau der Sädelstrasse entgegen zu treten.
[Bearbeiten] Bildung
Berikon bietet alle Schulstufen vom Kindergarten bis zur Bezirksschule. Die nächstgelegene Kantonsschule (Gymnasium) befindet sich in Wohlen.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
- Rainer Huber (* 1948); Aargauer Regierungsrat, Gemeindeammann während 15 Jahren, Ehrenbürger
[Bearbeiten] Weblinks
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