Chloraceton
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Strukturformel | |||
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Allgemeines | |||
Name | Chloraceton | ||
Andere Namen | Chlor-2-propanon, 1-Chlor-2-propanon | ||
Summenformel | C3H5ClO | ||
CAS-Nummer | 78-95-5 | ||
Kurzbeschreibung | farblose bis dunkelgelbe Flüssigkeit | ||
Eigenschaften | |||
Molmasse | 92,52 g/mol | ||
Aggregatzustand | flüssig | ||
Dichte | 1,12–1,16 g/cm3 | ||
Schmelzpunkt | -44,5 °C | ||
Siedepunkt | 119 °C | ||
Dampfdruck | 42 hPa (20 °C) | ||
Löslichkeit | gut löslich in Wasser, löslich in Ethanol und Diethylether | ||
Sicherheitshinweise | |||
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R- und S-Sätze | R: 10-23/24/25-36/37/38-50/53 S: 20-36/37-45-61 |
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MAK | nicht festgelegt | ||
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. |
Chloraceton ist eine klare augenreizende Flüssigkeit. Ihre Herstellung ist relativ einfach aus Aceton und Chlor möglich.
[Bearbeiten] Geschichte
Im Ersten Weltkrieg kam Chloraceton als Augenreizstoff zur Anwendung, zuerst im November 1914 durch Frankreich unter dem Decknamen „Tonite“. Später wurde es durch die Franzosen unter dem Decknamen „Martonite“, einem Gemisch aus Brom- und Chloraceton, als augenreizender Kampfstoff eingesetzt.
[Bearbeiten] Gewinnung und Darstellung
Die technische Herstellung geschieht durch Chlorierung von Aceton.
[Bearbeiten] Sicherheitshinweise
In chemischen Laboratorien kann es zu ungewollter Freisetzung von Chloraceton kommen, wenn bei Chlorierungen Aceton als Lösungsmittel eingesetzt wird. Bei Kontakt kommt es zu erheblichen Reizerscheinungen bis hin zu schweren Verätzungen der Augen, auch die Haut und die Atemwege werden angegriffen.