Dreingau
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Der Dreingau (bedeutet soviel wie ertragreiches Land) war einer von fünf Gauen im Sprengel von Münster zur Zeit um 800, als die ansässige Bevölkerung der Westfalen noch zum norddeutschen Stamm der Sachsen gerechnet wurde.
[Bearbeiten] Geographie
Seine Südgrenze wurde durch die Lippe zwischen Lippstadt und Lünen gebildet. Durch die nördlich gelegene Stadt Greven bildet das Dreingau eine dreieckige Form. Damalige Pfarreien waren Münster, Warendorf, Beckum, Ahlen und Werne. Im Westen grenzte das Dreingau an die Gaue der Bursibant um Rheine, der Skopingau um Schöppingen und der Stevergau längs der Stever um Coesfeld.
[Bearbeiten] Geschichte
- Im Jahre 784 fand im Rahmen der Sachsenkriege, an dem auch Karl der Jüngere, Sohn Karls des Großen teilnahmen, ein Reitergefecht statt.
- Von ca. 800 bis 1122 waren die Grafen von Cappenberg Gaugrafen des Dreingaus. Als Gottfried von Cappenberg 1122 den gesamten Cappenberger Besitz dem Prämonstratenserorden schenkte, kam das Dreingau unter die Verwaltung der Bischöfe von Münster.
- Im 17. Jahrhundert brandschatzt der "Tolle Christian" im Dreißigjährigen Krieg die Dreingauer Umgebung.
Heute findet der Name kaum noch Verwendung. Lediglich in Drensteinfurt finden sich Bezüge zu der alten Bezeichnung z. B. der Stadtname, Dreingau-Zeitung, Dreingau-Halle.