Enguri-Staumauer
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Daten | |
---|---|
Bauzeit: | 1968 - 1988 |
Höhe über Talsohle: | ... m |
Höhe über Gründungssohle: | 271,5 m |
Höhe der Mauerkrone: | 511,5 (?) m ü. NN |
Speicherraum: | 1.100 Mio. m³ |
Stauziel: | ... m ü. NN |
Wasseroberfläche bei Vollstau: | 13,13 km² |
Mauervolumen: | 4 Mio. m³ |
Kronenlänge: | 750 m |
Kronenbreite: | ... m |
Kraftwerksleistung: | 1300 MW |
Einzugsgebiet: | ... km² |
Bemessungshochwasser: | ... m³/s |
Die Enguri-Staumauer (auch Inguri-Staumauer) ist das Absperrbauwerk einer Talsperre am Fluss Enguri in Swanetien im Westen Georgiens. Sie liegt auf oder nahe der Grenze zu Abchasien. Bei "Inguri" handelt es sich um die russifizierte Schreibweise des georgischen Namens "Enguri".
Mit 750 Metern Breite und 271,5 Metern Höhe ist die Staumauer das gewaltigste Bauwerk im Kaukasus. Sie ist zugleich die höchste Bogenstaumauer der Erde und zur Zeit die dritthöchste fertiggestellte Talsperre insgesamt. Gebaut wurde sie von der georgischen Firma Hydromsheni. Sie liegt auf einer Höhe von 240 Metern über dem Meeresspiegel. Diese Angabe muss sich - wegen der Mauerhöhe von 271,5 m - auf die Gründungssohle beziehen.
Die Staumauer wurde 1988 nach 20-jähriger Bauzeit in Betrieb genommen, in Teilen schon 1978. Der Stausee fasst 1,1 Milliarden Kubikmeter Wasser und hat eine Oberfläche von 13,13 Quadratkilometern. Das dazugehörige unterirdische Enguri-Wasserkraftwerk produziert jährlich rund 4,5 Millionen Kilowattstunden, rund 40% der georgischen Stromproduktion. Die Kapazität beträgt 1.300 Megawatt.
Wegen mangelhafter Instandhaltung sind Staumauer und Kraftwerk in einem schlechten Zustand. Durch ein beschädigtes Verschlussorgan der Staumauer gehen rund 500 Kilowattstunden Strom verloren, das ist fast ein Viertel des Stromverbrauchs der georgischen Hauptstadt Tiflis. Das Kraftwerk nutzt gegenwärtig nur 40 Prozent seiner Kapazitäten. Nur vier der fünf vorhandenen Generatoren sind in Betrieb. Auf der abchasischen Seite der Talsperre arbeitet das Wasserkraftwerk Wardnili. Es besitzt vier Generatoren, von denen seit dem Bürgerkrieg 1993 jedoch nur einer funktioniert.
Bis November 2005 sollen die Staumauer und das Kraftwerk auf georgischer Seite vollständig repariert sein. Die Instandsetzungskosten werden mit 147 Millionen US-Dollar veranschlagt. Die Europäische Bank für Wiederaufbau- und Entwicklungshilfe (EBRD) hat 1998 38,8 Millionen US-Dollar zur Reparatur von vier Generatoren zur Verfügung gestellt. Die Europäische Union gab weitere 9,4 Millionen Euro aus dem TACIS-Programm zur Instandsetzung eines weiteren Generators und des defekten Verschlussorgans.
[Bearbeiten] Weblinks
- Enguri-Talsperre, Zahlen und Fotos (en)
- Probleme der Enguri-Talsperre und -Kraftwerks (en)
- Inguri dam, mit Foto
- CONCRETE AND MASONRY DEGRADATIONS
Siehe auch:
Koordinaten: 42° 50' 00" n. Br., 42° 00' 00" ö. L.