Horde (Band)
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Horde | |
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Gründung: | 1994 |
Genre: | „Unblack Metal“ |
Website: | http://come.to/legacyofhorde |
Herkunft: | Australien |
Mitglieder | |
Gesang E-Gitarre E-Bass Schlagzeug |
„Anonymous“ (Jayson Sherlock) |
Horde ist ein 1994 gegründetes Metal-Projekt des Australiers Jayson Sherlock, welcher auch als ehemaliger Schlagzeuger der Bands „Mortification“ und „Paramæcium“ bekannt ist.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Stil und Motivation
Die ursprüngliche Intention hinter „Horde“ war das Schaffen einer christlichen Alternative zur genuin anti-christlichen bzw. satanischen Black-Metal-Szene Anfang der 1990er und nicht die oft fälschlicherweise angenommene Parodie derselben[1].
Musikalisch ist „Horde“ mit dem norwegischen Black Metal der 1990er vergleichbar, doch der Albentitel, die christlichen Liedtexte, sowie die zwar von Sherlock unbeabsichtigten[1], dennoch vorhandenen Seitenhiebe gegen die „erste Welle des Black Metal“ versetzten die norwegische Szene in Aufruhr. So benutzte Sherlock das Pseudonym „Anonymous“, ursprünglich aus dem Grund, seine Identität so lange wie möglich geheim zu halten[1], wodurch sich aber eine Ähnlichkeit mit dem Pseudonym des 1993 ermordeten „Mayhem“-Gitarristen Euronymous ergab. Der Titel des Albums, „Hellig Usvart“ (norwegisch für „heilig unschwarz“), stellte eine Anspielung auf den „Unholy Black Metal“ der norwegischen Band „Darkthrone“ dar, da „Horde“ lyrisch das Gegenteil von „Darkthrone“ verkörpern sollte. Dies zusammen mit den christlichen, beziehungsweise explizit anti-satanistischen Texten entfachte einen immensen Hass der satanistischen Black-Metal-Szene auf „Horde“.
[Bearbeiten] Bedeutung
Sherlock wurde anfangs lange für einen Norweger gehalten, vor allem wegen der zahlreichen „norwegischen“ Charakteristika der CD, wie etwa Titel oder musikalischer Stil. Des weiteren kursieren Gerüchte, dass Markus Staiger (Chef der Plattenfirma „Nuclear Blast“, welche 1994 „Hellig Usvart“ veröffentlicht hatte) und Jayson Sherlock Morddrohungen erhalten haben sollen, wobei letzterer dies in einem Interview verneint[1].
Als Steve Rowe, Sänger und Bassist der australischen Death-Metal-Band „Mortification“, 1995 sein Label „Rowe Productions“ gründete, entschied er sich, die verbliebenen Kopien von „Hellig Usvart“ zu kaufen und weltweit zu vertreiben. Vor allem in Kreisen der christlichen Presse wurde daraufhin der Begriff „Unblack Metal“ geprägt, der fortan vornehmlich mit musikalisch an „Death-“ und „Black“ Metal orientierten Bands assoziiert wurde und wird, deren Mitglieder sich aber zum christlichen Glauben bekannten bzw. bekennen.
[Bearbeiten] Nordic Fest 2006
Am 4. November 2006 kam es im Rahmen des Nordic Fest in Oslo (Norwegen) zum ersten und voraussichtlich wohl auch einzigen Live-Auftritt von Horde. Um das Mysterium um Horde trotz der inzwischen bekannten Identität von Anonymous aufrecht zu erhalten, betrat er die Bühne in einer schwarzen Kutte, deren Kapuze sein Gesicht im Schatten verbarg. Er spielte Schlagzeug und übernahm die Vocals. Die weiteren Sessionmusiker (Mitglieder der norwegischen Band „Drottnar“) trugen bei dem Auftritt eine Balaklava um unkenntlich zu bleiben. Das Stück Invert the Inverted Cross wurde von Simon „Pilgrim“ Rosén, Sänger von „Crimson Moonlight“, gesungen. Das Konzert wurde für eine spätere Veröffentlichung aufgenommen.
[Bearbeiten] Diskografie
- Hellig Usvart (1994 – Original-Version, Nuclear Blast)
- Hellig Usvart (1999 – Rowe-Productions)
- Hellig Usvart (2004 – Wiederveröffentlichung als „10th Anniversary Edition“, Soundmass)
[Bearbeiten] Weblinks
- Offizielle Website der Band
- Rowe Productions – Label der Band
- Review von Hellig Usvart im Rock Hard-Magazin
[Bearbeiten] Quellen
- ↑ a b c d Interview mit Jayson Sherlock; „Son Of Man Records“ (englisch; Zugriff: 13.03.2007)