Industrieregion Kaesŏng
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Industrieregion Kaesŏng | |
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[[Bild:|130px|Lage der Provinz {{{Name}}}]] | |
Schreibweisen | |
Hangeul: | 개성공업지구 |
Hanja: | 開城工業地區 |
Revidierte Romanisierung: | Gaeseong Gongeop Jigu |
McCune-Reischauer: | Kaesŏng Kongŏp Chigu |
Basisdaten | |
Fläche: | 66 km² |
Einwohner: | |
Bevölkerungsdichte: | Einwohner je km² |
Gliederung: | - |
Verwaltungssitz: | - |
Die Industrieregion Kaesŏng ist eine besondere Verwaltungsregion und Sonderwirtschaftszone in Nordkorea nahe der Stadt Kaesŏng. Sie grenzt im Norden an die Provinz Hwanghae-pukto und im Süden an die Provinz Gyeonggi-do in Südkorea.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Die Region entstand am 13. November 2002 durch Abspaltung des Landkreises P'anmun (P'anmun-gun; 판문군; 板門郡) und einem Teil der Stadt Kaesŏng (Kaesŏng-si; 개성시; 開城市) von der besonderen Verwaltungsregion Kaesŏng, einer von 1955 bis 2003 von der Regierung in Pjöngjang zentral verwalteten Stadt.
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
Das Zentrum der Aktivitäten in der 66 Quadratkilometer großen Industrieregion bildet der Kaesŏng Industrial Park. Nach den 5. Innerkoreanischen Gesprächen am 23. Mai 2003 wurde in dem Gebiet die Schaffung einer Zollfreizone mit freiem Handel beschlossen. Als Investor konnte, wie schon in der Touristenregion Kŭmgang-san, die Hyundai Motor Company gewonnen werden.
Die Industrieregion Kaesŏng, an der wiederaufgebauten Straßen- und Eisenbahnverbindung zwischen Pjöngjang und Seoul gelegen, ist in Wohn- und touristische Bereiche und den eigentlichen Industriepark aufgeteilt.
Es sind vor allem arbeitsintensive und energiesparsame kleine bis mittelständische Firmen angesiedelt worden, um die in der Region vergleichsweise niedrigen Lohnkosten für wettbewerbsfähige Produktion für die Märkte in Nord- und Südkorea und der Volksrepublik China zu nutzen.
[Bearbeiten] Kritik
Das Projekt wird von südkoreanischen Quellen teilweise deswegen kritisiert, weil der Lohn von 57,50 US-Dollar im Monat nicht direkt an die Arbeiter, sondern an die nordkoreanische Regierung gezahlt wird. Diese ziehe für Sozialleistungen 22,50 Dollar ab, der Rest wird zu dem offiziellen, aber in der Praxis deutlich überbewerteten Kurs von einem Dollar zu 143 Won umgerechnet und an die Arbeiter ausgezahlt. Die konservative südkoreanische Zeitung Chosun Ilbo errechnete daraus einen Monatslohn von weniger als zwei US-Dollar. Der Rest könnte möglicherweise dem nordkoreanischen Kernwaffenprogramm zugeflossen sein.[1]
Außerdem habe die Krise um das Kernwaffenprogramm gezeigt, auf welch unsicherem Grund die Investitionen dorthin stünden. So gibt es vor allem aus konservativen Kreisen die Forderung, die Zusammenarbeit mit Nordkorea auch in diesem Punkt zu beenden.
[Bearbeiten] Weblink
[Bearbeiten] Quellen
- ↑ The Korea Times: How Much Do N. Korean Workers in Kaesong Complex Actually Get?, 24. Oktober 2006 (englisch)
Städte unter zentraler Verwaltung der Regierung
Pjöngjang | Rasŏn
Besondere Verwaltungsregionen
Industrieregion Kaesŏng | Touristenregion Kŭmgang-san | Besondere Verwaltungsregion Sinŭiju
Provinzen
Chagang-do | Hamgyŏng-pukto | Hamgyŏng-namdo | Hwanghae-pukto | Hwanghae-namdo | Kangwŏn-do | P'yŏngan-pukto | P'yŏngan-namdo | Ryanggang-do