Irene Goergens
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Irene Goergens (* April 1951) war ein Gründungsmitglied der Rote Armee Fraktion. Sie war an der Befreiung von Andreas Baader beteiligt und von 1971 bis 1977 inhaftiert.
[Bearbeiten] Leben
Irene Goergens ist die Tochter eines US-amerikanischen GIs und einer Deutschen. Sie wuchs jedoch in einem Kinderheim auf. Bei den Dreharbeiten zu dem Film "Bambule" begegnete sie dort Ulrike Meinhof. Später betreute Goergens als Kindermädchen die Töchter Ulrike Meinhofs. 1970 schloß sich Goergens der RAF an.
Als 18-Jährige beteiligte sich Irene Goergens maßgeblich an der Baader-Befreiung am 4. Mai 1970, indem sie zusammen mit Astrid Proll Waffen beschaffte und mit Ingrid Schubert das Deutsche Zentralinstitut für Soziale Fragen ausspionierte, um so einen reibungslosen Ablauf der Befreiung zu garantieren. Mit etwa 20 weiteren RAF-Terroristen absolvierte Goergens im Sommer 1970 eine militärische Ausbildung in Jordanien. Am 29. September 1970 war sie an einem Banküberfall in Berlin beteiligt. Am 8. Oktober 1970 wurde Goergens zusammen mit Horst Mahler, Brigitte Asdonk und Ingrid Schubert in der Berliner Knesebeckstrasse verhaftet. Im März 1971 wurde sie wegen der Mitgliedschaft in der RAF und Beteiligung an der Baader-Befreiung zu einer sechseinhalbjährigen Freiheitsstrafe verurteilt, aus der sie am 13. Mai 1977 entlassen wurde. Danach war sie nicht mehr terroristisch aktiv.
Personendaten | |
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NAME | Goergens, Irene |
KURZBESCHREIBUNG | RAF-Mitglied |
GEBURTSDATUM | 1951 |