Mickie Most
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Mickie Most (* 20. Juni 1938 als Michael Peter Hayes in Aldershot, England; † 30. Mai 2003) war ein englischer Produzent und Musikverleger.
Schon als Jugendlicher war Hayes begeistert von Skiffle-Musik und dem frühen Rock and Roll. Nach Schulabschluss arbeitet er in einer Londoner Kaffee-Bar, die in der Musikszene sehr angesagt war, und lernte dort bereits Peter Grant kennen. Gemeinsam mit Alex Murray gründete Most das Duo The Most Brothers, die durch den Hit "Takes A Whole Lotta Loving To Keep My Baby Happy" auffielen. Alex Murray produzierte später die erste Single der Moody Blues, "Go Now".
1959 gab sich Hayes dann den Künstlernamen Mickie Most und ging mit seiner Ehefrau Christina nach Südafrika. Dort gründeten sie die Pop-Gruppe Mickie Most and the Playboys und brachten es auf nicht weniger als 11 Nummer-1-Hits, vornehmlich mit Cover-Versionen von Songs von Ray Peterson, Gene Vincent oder Eddie Cochran. 1962 kehrte Most nach England zurück, tourte eine Zeit lang als "Mister Porter" durch das Land oder versuchte sich relativ erfolglos als Sänger in Gruppen wie The Minutemen.
Schließlich versuchte er es als Musikproduzent. Die erste Gruppe, die er betreute, war The Animals, mit denen er 1964 den Song "House Of The Rising Sun" aufnahm. Das wurde der erste von ihm produzierte Nummer-1-Hit und Millionenseller. Von da an ging es stetig bergauf. Auf der Liste seiner Erfolgsproduktionen stehen unvergessene Hits wie "I'm Into Something Good" von Herman's Hermits, "Tobacco Road" von den Nashville Teens sowie Songs von Lulu, Donovan, Brenda Lee oder Jeff Beck. Bereits 1964 wurde Mickie Most mit dem Grammy als "bester Produzent des Jahres" ausgezeichnet.
1969 gründete Most gemeinsam mit seinem Freund Peter Grant das Plattenlabel RAK Records, das bald zu dem führenden Label von Teenager-Musik werden sollte. Most holte sich das Songwriter-Team Mike Chapman und Nicky Chinn und produzierte in den 70er Jahren einen Star nach dem anderen: Suzi Quatro, Mud, Hot Chocolate, Smokie, aber auch ungewöhnlichere Sachen wie CCS, Alexis Korner, Chris Spedding oder die Arrows.
1980 entdeckte Most Kim Wilde, die im Aufnahmestudio ihres Vaters Marty Wilde öfters im Background sang, gab ihr einen Plattenvertrag und produzierte ihre erste Single "Kids In America" - ein neuer Star war geboren.
In den 80er Jahren suchte Most verstärkt in britischen TV-Talentshows nach neuen Stimmen und Gesichtern und managte die Band seines Sohnes Calvin Hayes, Johnny Hates Jazz.
1995 gehörte Most zu den 500 reichsten Personen in England, sein Vermögen wurde auf 50 Millionen Pfund Sterling geschätzt. Sein Privathaus war eines der größten privaten Häuser in Großbritannien und hatte 4 Millionen Pfund gekostet. Im Jahr 2000 erkrankte Most an Krebs und starb schließlich am 30. Mai 2003 an Mesotheliom, einer Form von Lungenkrebs. Er wurde auf dem Friedhof Golders Green in London Borough of Barnet beigesetzt.
Im Jahr 2005 erschien das Album "To Sir With Love: The Complete Mickie Most Recordings" auf EMI.
Personendaten | |
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NAME | Most, Mickie |
ALTERNATIVNAMEN | Hayes, Michael Peter |
KURZBESCHREIBUNG | englischer Produzent und Musikverleger |
GEBURTSDATUM | 20. Juni 1938 |
GEBURTSORT | Aldershot, England |
STERBEDATUM | 30. Mai 2003 |