Qutuz
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Saif ad-Din Qutuz († 24. Oktober 1260) war ein türkischstämmiger Sultan der Mamluken in Ägypten (1257-1260).
Nach dem Sturz der Ayyubiden unter Izz ad-Din Aybak (1250-1257) gewann Qutuz zunehmend an Einfluss. Als Aybak (türk. Ay-bak = "der sehende Mond") 1257 ermordet wurde, beseitigte er dessen Sohn und Nachfolger al-Malik al-Mansur Ali und erhob sich zum Sultan.
Während seiner Regierung nahm die Bedrohung von Syrien und Ägypten durch die Turko-Mongolen stark zu, nachdem diese unter Hülägü 1258 Bagdad und den Irak erobert hatten. Als sich die Ayyubiden in Syrien mit den Turko-Mongolen verbündeten, schloss Qutuz mit den Kreuzfahrern in Palästina einen Waffenstillstand. Außerdem wurden die internen Differenzen beigelegt, so dass 1260 die vereinten Mamelucken den Türken gegenübertreten konnten.
Als diese nach der Eroberung von Damaskus in das Jordangebiet vorstießen, wurden sie bei Ain Dschalut von den Mamelucken schwer geschlagen (3. September 1260). Die Mamelucken konnten darauf Syrien zurückerobern, so dass in der Folgezeit der Euphrat der Grenzfluss zwischen dem Reich der Il-Khane und den Mamelucken in Ägypten und Syrien wurde. Ägypten war damit das einzige arabische Land, dass die turko-mongolische Invasion abwehren konnte.
Allerdings konnte Qutuz (türk. Kut-uz = der kultvoll-/heilig -Erleuchtete) diesen bedeutenden Erfolg nicht ausnutzen, da er schon bald nach der Schlacht von Ain Djalut durch Baibars auf einer Jagd ermordet wurde (24. Oktober 1260). Baibars erhob sich nun zum Sultan (1260-1277) und wurde zum eigentlichen Begründer der Mameluckenherrschaft in Ägypten.
Personendaten | |
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NAME | Qutuz |
KURZBESCHREIBUNG | Sultan der Mamelucken in Ägypten |
STERBEDATUM | 24. Oktober 1260 |