Teufelstritt
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Der schwarze Tritt, auch Teufelstritt, ist ein Abdruck am Boden der Eingangshalle der Münchner Frauenkirche.
Der Abdruck zeigt einen menschlichen Fuß, der an der Ferse den Abdruck eines Spornes hat.
So erzählt die Sage über den schwarzen Tritt, dass sich der Teufel durch das große Tor der Eingangshalle schlich, nachdem die Kirche fertig erbaut aber noch nicht geweiht war. Er betrachtete den Bau neugierig und fing laut an zu lachen, da er bemerkt hatte, dass keine Fenster vorhanden waren (was daran lag, dass er genau dort stand, wo man heutzutage den schwarzen Tritt findet). Triumphierend vor Freude stampfte er fest auf den Boden und hinterließ den Fußabdruck im Pflaster. Als er sich jedoch näher zur Tür hin begab, entdeckte er, dass das Gotteshaus sehr wohl Fenster hatte. Weil er begriff, dass er selbst der Geprellte war und sich gewaltig geirrt hatte, verwandelte er sich zornig rasend in einen heftigen Wind und versuchte dadurch, das Gebäude zum Einstürzen zu bringen. Dies gelang ihm jedoch nicht. Noch heute „stürmt“ der eine oder andere seiner Gesellen um das Gotteshaus herum.
Zum Entstehen dieser Sage muss man wissen, dass nach der Barockisierung der Kirche ab 1620 das einzige beim Eintritt sichtbare Fenster durch den Bennobogen, eine Art barocken Lettner und den Hochaltar, der die Himmelfahrt Mariens zum Motiv hat und ein Werk Peter Candids ist, verdeckt wurde. Erst im Zuge der Neogotisierung der inzwischen zum Dom erhobenen Kirche, wurde der Bennobogen abgebrochen und der Hochaltar abgebaut. Das Hochaltargemälde, die Predella und das Oberbild wurden in Seitenkapellen angebracht. Folglich entstand die Sage vom Teufelstritt in dieser Zeitspanne, als man von diesem vermeintlichen Beweis der Sage aus kein Fenster sehen konnte.
Koordinaten: 48° 8′ 19″ N, 11° 34′ 25″ O