Tiermas
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Tiermas ist ein Dorf im Pyrenäenvorland an einer Variante des Jakobswegs. Es liegt am Ufer des Aragón und der von ihm gebildeten Yesa-Talsperre. Administrativ gehört es zur Provinz Zaragoza der Autonomen Gemeinschaft Aragonien.
Seinen Namen erhielt das Dorf von den Bädern, die hier von den Römern an den schwefelhaltigen Quellen angelegt wurden. Die Quellen sprudeln mit einer Temperatur von 35 °C, liegen heute aber meist unter dem Wasserspiegel der Yesa-Talsperre. Nur bei Niedrigwasser (September bis Januar, maximal bis zur Schneeschmelze) können die Quellen von Badefreudigen wieder genutzt werden.
Mit dem ansteigenden Wasser wurden neben den Quellen auch die fruchtbareren Böden und der untere Teil des Dorfes überschwemmt. Die Bewohner zogen – entschädigt, aber der Erwerbsgrundlage beraubt – in die umliegenden Städte. Millán Bravo beschreibt in seinem Pilgerführer mit dem fast achtzigjährigen Bartolomé Torres Orduña den letzten Bewohner (Ende 1992), der sich nur noch mühsam an sein Geburtsdatum erinnere. Heute gibt es hier einen Campingplatz und im Oberdorf sind einige Häuser als Casas Rurales für den ländlichen Tourismus restauriert.
[Bearbeiten] Weblinks, Quellen, Literatur
- Míllan Bravo Lozano, Der Jakobsweg, Editorial Everest S.A.
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