Kaliumhydroxid
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Strukturformel | ||
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K+ OH- | ||
Allgemeines | ||
Name | Kaliumhydroxid | |
Andere Namen | Ätzkali, Kalihydrat, Kaliumoxidhydrat | |
Summenformel | KOH | |
CAS-Nummer | 1310-58-3 | |
Kurzbeschreibung | weißer, hygroskopischer Stoff | |
Eigenschaften | ||
Molmasse | 56,11 g·mol-1 | |
Aggregatzustand | fest | |
Dichte | 2,04 g·cm-3 | |
Schmelzpunkt | 360 °C | |
Siedepunkt | 1320 °C | |
Dampfdruck | ? Pa (? °C) | |
Löslichkeit | gut in Wasser und Alkohol (1130 g/l in Wasser bei 20 °C) | |
Sicherheitshinweise | ||
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R- und S-Sätze |
R: 22-35 |
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MAK | ? | |
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. |
Kaliumhydroxid (KOH) bzw. Ätzkali, in flüssiger Form auch als Kalilauge bezeichnet, ist eine starke Base.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Eigenschaften
Kaliumhydroxid ist ein weißer, stark hygroskopischer Stoff, der meist als Plätzchen oder Stangen, seltener als Pulver verkauft wird. In Wasser löst es sich unter starker Erwärmung und bildet Kalilauge, im festen Zustand bildet es Mono-, Di- und Tetrahydrate. Mit dem in der Luft enthaltenen Kohlendioxid reagiert es unter Bildung von Kaliumcarbonat.
[Bearbeiten] Synthese
Früher wurde Kaliumhydroxid durch so genannte "Kaustifizierung" von Kaliumcarbonat hergestellt. Dies verläuft nach der Gleichung
Heute wird Kaliumhydroxid meist durch wässrige Elektrolyse von Kaliumchlorid und anschließendem Eindampfen der Lösung gewonnen.
[Bearbeiten] Verwendung
Kaliumhydroxid wird in der Waschmittelfabrikation zur Herstellung weicher Seifen (Schmierseifen) und zur Herstellung von Wasserenthärtenden Kaliumphosphaten für flüssige Waschmittel benutzt.
In der Mikrosystemtechnik (MST oder MEMS) wird KOH zum selektiven (anisotropen) Ätzen von einkristallinem Silicium eingesetzt, sowie als Katalysator (Bsp.: Herstellung von Biodiesel).
In der Lebensmittelindustrie wird es als Säureregulator eingesetzt. Es ist in der EU als Lebensmittelzusatzstoff der Bezeichnung E 525 ohne Höchstmengenbeschränkung (quantum satis) für Lebensmittel allgemein zugelassen.
Ferner wird es zur Herstellung von Kaliumverbindungen, Glas, Farbstoffen, Batterien sowie als Trocknungs- und CO2-Absorptionsmittel (z.B. in Kalipatronen auf U-Booten) verwendet.