Mofette
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Eine Mofette ist eine Kohlendioxidhaltige Quelle in passiven Vulkangebieten, mitunter wird sie auch als kühlere Variante einer Fumarole aufgefasst.
Definitionsgemäß haben Mofetten eine Gastemperatur unter dem Siedepunkt des Wassers. Der Begriff bezeichnet auch das Gas, das einer solchen Quelle entströmt. Mofetten können außer Kohlenstoffdioxid auch Methan und Schwefelwasserstoff enthalten, in Spuren auch Helium und andere Edelgase. Sie können das umgebende Gestein an Störungen chemisch verändern. Schwefelwasserstoffanteile können zu einem Geruch nach faulen Eiern führen.
Mofetten können je nach dem umgebenden Erdreich und dem Wasseraustritt aus der Quelle unterschiedliche äußere Erscheinungsbilder haben. Das Spektrum reicht von trockenen Gasquellen bis zu kohlenstoffdioxidhaltigen Mineralquellen. Relativ trockene Mofetten ohne oder mit geringem Wasseraustritt können insbesondere nach Niederschlägen Schlammtöpfen sehr ähnlich sehen, sie werden immer wieder fälschlicherweise als kleine Schlammvulkane bezeichnet. Werden Mofetten aufgebohrt und verrohrt (d.h. wird ein stabiler Kanal gebaut), so kann sich unter bestimmten Voraussetzungen ein Kaltwassergeysir bilden. Kaltwassergeysire sind jedoch immer menschliche Bauwerke.
Das aus Mofetten austretende Kohlenstoffdioxid kann sich in Senken ansammeln und die Luft verdrängen. In bestimmten Landschaftsformen, in denen das Gas nicht so schnell abfließen kann, kann eine Mofette zur Gefahr für Mensch und Tier werden. Eine in diesem Zusammenhang bekannt gewordene Mofette ist die Hundsgrotte bei Agnano in den Phlegräischen Feldern (ital. Campi Flegrei) westlich von Neapel. Sie wird so genannt, weil sich das in dieser tiefliegenden Grotte austretende Kohlenstoffdioxid wegen seines hohen spezifischen Gewichts dort ansammelt und hineingeratene Tiere erstickt, wie an Hunden beobachtet wurde.
Mofetten treten weiter u.a. im heutigen sächsisch-bayrisch-böhmischen Grenzland (z.B. Naturschutzgebiet Soos in Westböhmen) oder in der Eifel (z.B. in Wallenborn) auf. Das Verhältnis zwischen den Isotopen Helium-3 und Helium-4 wird als Hinweis darauf angesehen, aus welcher Tiefe die Gase der Mofette stammen. Veränderungen im Isotopenverhältnis, wie sie z.B. in der Mofette Bublák am Fleißenbach im Egerer Becken (Böhmen) gemessen werden, gelten als Indikator für geologische mit dem Vulkanismus zusammenhängende Aktivitäten. Der zeitliche Zusammenhang zwischen den hier typischen Schwarmbeben und dem Helium-Isotopenverhältnis wird zur Zeit vom Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle und vom GeoForschungsZentrum Potsdam untersucht. Mofetten kommt ähnlich Geysiren eine gewisse Bedeutung bei der Erdbebenforschung zu.
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[Bearbeiten] Siehe auch
Weitere postvulkanische oder mit Thermalquellen in Zusammenhang stehende Erscheinungen:
[Bearbeiten] Weblinks
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